Rosenmontag: Der Höhepunkt des Karnevals

            

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Der Rosenmontag ist der Höhepunkt des karnevalistischen Treibens. Er ist verbunden mit allerlei bunten Bräuchen. Über seinen Namensursprung gibt es verschiedene Theorien.

Bräuche zum Rosenmontag

An Rosenmontag zeigen sich die meisten Menschen mal von einer ganz anderen Seite. Sie bemalen sich mit Faschingsschminke, tragen Masken und wählen ein verrücktes Faschingskostüm, wie zum Beispiel Märchenkostüme à la Dornröschen oder Schneewittchen oder auch ein Piratenkostüm – an diesem Tag ist alles erlaubt. Der Rosenmontagsumzug bildet dabei den Mittelpunkt des Geschehens. Dieser besteht oftmals aus reich verzierten Motivwagen, die eine sportliche, politische oder sonstige Nachricht übermitteln, sowie aus Musikkapellen und kostümierten Fußgruppen. Die größten Umzüge finden in den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz statt. Vorsicht walten lassen, sollten am Rosenmontag alle schreckhaften Personen im schwäbisch-alemannischen Raum. Dort gehört der sogenannte Narrensprung zum Brauch. Furchterregend verkleidete Gestalten ziehen im Rhythmus des Narrenmarsches durch die Straßen und erschrecken ahnungslose Passanten.

„Carne vale“ – Fleisch lebe wohl!

Rosenmontag soll einer Theorie nach eigentlich „Rasender Montag“ geheißen haben. Rasend steht dabei für „sich austoben“. Kurz vor der Fastenzeit galt der Rosenmontag als eine der letzten Gelegenheiten, seinen fleischlichen Genüssen nachzugehen. Danach hieß es „carne vale“ – also Fleisch ade.

Vom Rosensonntag zum Rosenmontag

Einer anderen Theorie zufolge liegt der Name in der Fastnachtsreform des 19. Jahrhunderts begründet. 1823 gründete sich in Köln das „Festordnende Komitee“ mit dem Ziel, den Karneval geordnet ablaufen zu lassen. Das Komitee hielt seine jährliche Hauptversammlung am Montag nach dem vierten Sonntag „Laetare“ ab. Seit dem 11. Jahrhundert wurde dieser Sonntag auch als Rosensonntag bezeichnet. Der Papst weihte an diesem Tag nämlich eine goldene Rose und überreichte sie einer würdigen Persönlichkeit. So kam es, dass das Komitee, welches am folgenden Montag den Fastnachtsumzug organisierte, sich ganz einfach als Rosenmontagsumzugsgesellschaft bezeichnete. Der Name Rosenmontag übertrug sich dann vermutlich auf den ganzen Tag.