Kamelle fangen: So räumen Sie richtig ab

                

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„Kamelle, Kamelle!“ So ruft es allerorts am Rosenmontag. Gemeint sind Süßigkeiten, die traditionell von den Wägen der Karnevalsvereine in die Menge geworfen – und hoffentlich auch gefangen – werden.

Karneval ohne Kamelle?

Die Tradition, beim Rosenmontagszug Bonbons, Lutscher und andere Süßigkeiten zu werfen, ist fast so alt wie der Karneval selbst. Doch weil der klebrige Süßkram so schwer von der Straße zu bekommen ist, haben mache Städte auf verpackte Süßigkeiten, Blumensträußchen oder kleine Spielzeuge umgestellt. Karneval ganz ohne Kamelle wäre für die meisten Jecken undenkbar. Für viele ist es ein regelrechter Sport, besonders viel davon zu ergattern.

Die besten Fangtechniken

Die besten Plätze sind erfahrungsgemäß eher am Ende der Strecke, weil sich die Karnevalisten dann erst richtig warm geworfen haben. Am meisten Beute machen Sie, wenn Sie ein ausgefallenes und aufsehenerregendes Kostüm tragen. Damit fallen Sie auch den Werfern auf den Wägen ins Auge. Versuchen Sie, Blickkontakt aufzunehmen und lächeln freundlich – das erhöht Ihre Chancen. Um die ergatterte Kamelle zu transportieren, eigenen sich Stoffbeutel oder Tüten. Regenschirme zum Fangen der Bonbons sind jedoch verpönt.

Kinder dürfen vor

In vollem Eifer vergisst manch ein Erwachsener jedoch seine guten Manieren. Bei allem sportlichen Ehrgeiz: Lassen Sie im Zweifel den Kindern den Vortritt. Die Kleinen dürfen in die erste Reihe, die Großen dahinter. Denn sonst kullern dicke Tränen – und verlaufene Faschingsschminke ist das Letzte, was man an diesem Tag sehen will. Wo jedoch die Kinder bereits mit vollen Tüten abgezogen sind, dürfen auch die Erwachsenen zugreifen.