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#Geringe Auflagenzahl

Der Grund für die Neuorientierung ist ganz einfach: Die Auflagenzahl des beliebten Männermagazins ist laut „Frankfurter Allgemeine” in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Schuld sei die große Konkurrenz im Internet. Überall und jederzeit lassen sich Nacktfotos und anderes pornografisches Material abrufen – warum sollten Leser also noch das Hochglanz-Magazin kaufen?

#Hugh Hefner stimmt zu

Laut der „New York Times” wurde schon eingehend über die anstehende Umgestaltung diskutiert. Und auch Hugh Hefner, Gründer und Chefredakteur des „Playboys”, habe zugestimmt, dass ab März 2016 keine Fotos mehr von komplett nackten Frauen im Heft erscheinen sollen.

#Fantasie anregen

Nichtsdestotrotz wird das Heft in Zukunft nicht keusch aussehen. Leicht bekleidete Damen in provokanten Posen und sexy Wäsche sind weiterhin zu erwarten. Die Macher erhoffen sich jedoch von der künftigen jugendfreien Version, neue Leser für sich zu gewinnen.

#Vielversprechender Umbruch

Bereits seit einem Jahr setzen die „Playboy”-Macher diesen Umbruch online um. Dort gibt es schon längst keine Nacktbilder mehr. Und die Zahlen sprechen für den Erfolg: Die Anzahl der Besucher der Seite habe sich mit 16 Millionen Besuchern pro Monat vervierfacht. Der Grund: Mit den zensierten Fotos kann sich das Magazin nun auch auf Facebook und Co. präsentieren und User locken – Nacktbilder sind hier nicht zugelassen.

Der deutsche "Playboy" zeigt sich vor der Neuorientierung der Amerikaner allerdings unbeeindruckt: "Auf die Ausrichtung und die Gestaltung des deutschen Playboy hat die Entscheidung der Amerikaner keinen Einfluss. Playboy ist seit jeher eine weltweit erfolgreiche Marke (23 internationale Ausgaben), die ihre Stärke daraus zieht, in den nationalen Märkten entsprechend der gesellschaftlichen und kulturellen Gepflogenheiten geführt zu werden", heißt es in einem Statement von Florian Boitin, dem Chefredakteur des deutschen Playboy, auf playboy.de und verspricht damit, weiterhin am altbewährten Nackt-Konzept festzuhalten. 

Angeber-Fact: Der Einbruch der Auflagenzahl ist eklatant. Während das Magazin in den 70er Jahren noch über sechs Millionen mal gedruckt wurde, gab es zuletzt nur noch eine Auflage von etwa 800.000 „Playboy“-Exemplaren.

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