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Ratgeber

Was verdient eine Wiesn-Bedienung?

01.10.2012 • 19:30

Für die Angestellten bedeutet die Wiesn 16 Tage Stress pur. Ob sich der Job wirklich lohnt und wie hart die Kellnerinnen wirklich arbeiten müssen.

Herausforderung nicht nur für die Armmuskulatur

Eine Oktoberfest-Bedienung ist im Schnitt zwölf Stunden täglich auf den Beinen und legt dabei um die fünf Kilometer im Festzelt zurück. Dabei stemmt eine Wiesn-Bedienung nicht nur Maßkrüge, sondern bringt auch noch bis zu 13 Portionen Hendl auf einem Tablett an den Mann. Und nicht nur körperlich wird eine Oktoberfest-Bedienung gefordert. Kassiert wird direkt am Tisch, für alle Speisen und Getränke, die sie servieren, müssen die Kellner in Vorkasse gehen. Wer beim Kopfrechnen nicht hellwach ist, zahlt am Ende der Schicht unter Umständen drauf.

Positiver Nebeneffekt des Jobs: Nicht nur zum Gehirnjogging, sondern auch zum Abnehmen ist er bestens geeignet. Pro Tag verbrennt eine Oktoberfest-Bedienung um die 5.000 Kilokalorien und Krafttraining gibt es gratis dazu.

Verdienst einer Oktoberfest-Bedienung ist ein gut gehütetes Geheimnis

Wie viel eine Oktoberfest-Bedienung genau verdient, ist ein gut gehütetes Geheimnis, das keiner der Kellner verrät. Es wird davon ausgegangen, dass das Gehalt für die 16 Tage Oktoberfest bei 8.000 bis 12.000 Euro liegt. Der Verdienst errechnet sich aus einer Pauschale für jedes servierte Bier, das sogenannte Bedienungsgeld, das meist unter einem Euro liegt. Hinzu kommen das Trinkgeld und Einnahmen aus dem Essensverkauf.

Für die Oktoberfest-Bedienungen herrscht während der Arbeitszeit übrigens ein striktes Alkoholverbot. Der Knochenjob dürfte mit einer Maß Bier im Blut allerdings auch kaum machbar sein. Dennoch machen die meisten Kellner den Job nicht nur einmal, sondern sind auch in den folgenden Jahren wieder dabei. Für sie gilt: einmal Oktoberfest-Bedienung – immer Oktoberfest-Bedienung!