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Kalter Hund

Mal wird er Kellerkuchen genannt, mal Tote Oma. Mal heißt er Kalte Schnauze und mal Wandsbeker Speck. Die meisten kennen ihn aber unter: Kalter Hund. Der leckere Kekskuchen aus den 50er-Jahren ist zurück! Wir erklären, wie man die Retro-Leckerei zubereitet.

22.05.2012 09:00 | 3:53 Min | © SAT.1

Kalter Hund erobert Berlin

Wer dieser Tage durch Berlin spaziert, wird ihn jetzt wieder in den Schaufenstern zahlreicher Kiez-Cafés entdecken: Kalter Hund. Die Leckerei wurde im Nachkriegsdeutschland, in den 50er-Jahren kreiert. Jetzt ist Kalter Hund zum Retro-Renner der Hauptstadt geworden. Und so wird er zubereitet: Die wichtigste Zutat sind natürlich Kekse. Eine ganze Packung Butterkekse wird in nur einem Kuchen Kalter Hund verarbeitet. Welche Kekse verwendet werden, hängt vom eigenen Geschmack ab. Je nach Sorte wird der Kuchen härter oder weicher.

Kalter Hund und seine Schokomasse

Jetzt kommt die Kalorienbombe: die Schokomasse. Hierzu wird reines Kakaopulver verwendet, keine süße Kakaomischung, sondern das reine, ungesüßte Pulver. Es wird mit braunem Rohrzucker gemischt. Dann geriebene Mandeln kurz in der Pfanne anrösten und hinzugeben. Jetzt kommen rohe Eier in die Masse und das, was dem Kekskuchen Kalter Hund die vielen Kalorien beschert: flüssiges Kokosfett. Eine Scheibe Kalter Hund bringt es auf stolze 500 Kalorien. Jetzt wird der Kuchen geschichtet. In eine mit Frischhaltefolie ausgelegte Kuchenform kommt erst eine Schicht Schokomasse, dann eine Schicht Kekse und so weiter. Die letzte Schicht muss wieder Schokomasse sein. Dann wird die Frischhaltefolie geschlossen und ab in den Kühlschrank mit dem Kalter-Hund-Kuchen. Nach vier Stunden  ist aus dem warmen Hund ein kalter Hund geworden. Guten Appetit.

Was bedeutet Kalter Hund?

Neben dem exquisiten Geschmacke zeichnet Kalter Hund eine weitere Besonderheit aus: seine vielen Namen. Doch worauf sind sie eigentlich zurückzuführen? Kalter Hund und Kalte Schnauze rühren von der kühlen Temperatur des Kuchens, die an eine Hundeschnauze erinnert. Tote Oma wird der Kuchen genannt, weil die Backform ein wenig an einen Sarg erinnert und Großmütter gern Kuchen backen. Kellerkuchen heißt die Süßspeise, weil in den 50er-Jahren nur wenige Menschen einen Kühlschrank besaßen und ihr Essen daher im kühlen Keller lagerten. Einige nennen Kalter Hund auch Lucullus, weil der römische Feldherr gutes Essen schätzte. Weitere bekannte Namen sind Zebrakuchen, schwarzer Peter, wegen der Schokomasse, und Wandsbeker Speck – natürlich wegen der Kalorien.

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