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Der Einkauf

Möchten Sie Lamm grillen, benötigen Sie im ersten Schritt das richtige Stück Fleisch. Greifen Sie in jedem Fall auf das von Jungtieren zurück. Es ist deutlich geschmackvoller und zarter. Sie erkennen gute Qualität an einer sattroten Farbe, und daran, dass es leicht mit Fasern durchzogen ist – dieses Fleisch ist frisch und saftig.

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Lamm grillen: Vom Rost oder am Spieß genießen © Printemps - Fotolia

Doch für welchen Teil entscheiden Sie sich? Wollen Sie ein ganzes Lamm grillen, brauchen Sie sich diese Frage nicht zu stellen. Andernfalls ist das Rippenfleisch aus der Lammbrust oder sind Beinscheiben aus dem Schlegel sehr zu empfehlen. Möchten Sie Ihren Gästen etwas richtig Gutes tun, besorgen Sie einige Lammkoteletts aus dem Rücken oder Lammlachse. Beides ist zwar etwas teurer, überzeugt jedoch mit Zartheit und besonders feinem Geschmack. Dieses Fleisch eignet sich übrigens auch hervorragend zur Herstellung von gemischten Grillspießen.

Tipp: Lieber nicht beim Discounter einkaufen, sondern zu einem Metzger gehen und sich die Stücke frisch zuschneiden lassen. Ist das Fleisch nämlich zu dünn, besteht schnell die Gefahr, dass es trocken und zäh wird.

Die Vorbereitungen

Wenn Sie Lamm grillen möchten, kommt erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Eine würzige Marinade verleiht dem Fleisch das gewisse Etwas. Rühren Sie also bestenfalls schon am Vorabend eine Mischung aus Kräutern und Öl an, damit das Fleisch über Nacht darin ruhen kann. Nehmen Sie ein wenig Olivenöl und mischen Sie es mit frischen Kräuter. Passend sind beispielsweise Rosmarin, Basilikum, Schnittlauch, Thymian, aber auch Pfefferminze eignet sich hervorragend zum Würzen. Nun noch etwas Meersalz hinzugeben und schon können Sie die Lammstücke einlegen.

Lamm grillen

Wer Lamm grillen möchte, sollte das Fleisch etwa ein bis zwei Stunden vorher aus der Marinade nehmen und es abtropfen lassen. Heizen Sie anschließend dem Grill ordentlich ein. Befeuern Sie aber nur die Hälfte mit Holzkohle und lassen Sie die andere Seite frei – das spielt im weiteren Verlauf des Garprozesses eine große Rolle. Sollten Sie einen Gasgrill nutzen, heizen Sie ihn auf hoher Stufe ein.

Legen Sie nun das Fleisch auf den Rost und lassen Sie es von jeder Seite etwa 90 Sekunden lang direkt garen. Nutzen Sie in keinem Falle eine Gabel zum Wenden, denn damit beschädigen Sie das Fleisch nur – Saft und Fett treten aus.

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Zart und saftig – so schmeckt Lamm am besten. © Thomas Francois - Fotolia

Sind die drei Minuten um, steht das indirekte Grillen an. Legen Sie das Fleisch nun auf die Seite, unter der keine Holzkohle glüht und lassen Sie es bei geringerer Hitze durchgaren. Wer einen Gasgrill verwendet, schraubt die Temperatur runter und legt das Fleisch auf eine Stelle, die nicht befeuert wird. Ein ganz besonderes Aroma bekommen Sie, wenn Sie noch einige Zweige Rosmarin in die Glut werfen und den Deckel schließen. Lammlachse beispielsweise sind auf diese Weise innerhalb von sieben bis zehn Minuten perfekt gegart – außen fest und innen zart rosa. In diesem Falle liegt die Kerntemperatur bei etwa 60 Grad.

Ein ganzes Lamm grillen

Möchten Sie ein ganzes Lamm grillen, benötigen Sie deutlich mehr Utensilien. Zuallererst brauchen Sie eine Feuerstelle, über der Sie das Lamm am Spieß garen können. Sie muss windgeschützt und mindestens so lang wie das Lamm selbst sein. Idealerweise holen Sie sich beim ersten Mal ein wenig Hilfe – denn die richtige Temperatur zu finden, ist gar nicht so einfach. Übrigens: Ein ganzes Lamm zu grillen, ist keine Sache von einer halben Stunde. Wie lange das Fleisch braucht, bis es gar ist, lässt sich pauschal nicht sagen – bis zu vier Stunden kann es allerdings dauern. Doch die Mühe lohnt sich! So oder so: SAT.1 wünscht guten Appetit.

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