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Die Königin der Steaks: Entrecôte grillen: Im Ganzen oder im Stück

Für viele Menschen ist es das Schmackhafteste, was der Rost hervorbringen kann: Entrecôte. Grillen will hier jedoch gelernt sein. Denn das tolle Stück Fleisch sollte in keinem Fall zu lange Feuer unterm Hintern bekommen – saftig und zart ist es ein wahrer Hochgenuss.

22.08.2017 18:00 | 1:32 Min | © Wundermedia

Das Entrecôte

Möchten Sie Entrecôte grillen, brauchen Sie natürlich das richtige Fleisch. Doch woher stammt das eigentlich? Im Englischen oder auch Amerikanischen wird es Rib-Eye-Steak genannt und aus den Rippen des Rinds geschnitten. Gehen Sie beispielsweise in der Schweiz oder in Österreich einkaufen, werden Sie das Fleisch sicher unter der Bezeichnung Hochrücken oder Rostbraten wiederfinden.

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So sieht ein gutes Rib-Eye-Steak aus: dunkelrot und mit vielen Fasern durchzogen. Wiedererkennungsmerkmal: das Fettauge in der Mitte. © oldmn - Fotolia

Im Grunde kommt das Stück ohne Knochen aus, weist dafür aber in der Mitte einen Fettkern auf. Und das ist auch das Geheimnis des besonderen Geschmacks: Es macht das Fleisch besonders saftig und zart. Außerdem ist Fett bekanntlich ein Geschmacksträger. Klassischerweise ist das Steak genau 400 Gramm schwer. Der Gesundheit wegen ist mittlerweile jedoch ein Gewicht von etwa 160 bis 250 Gramm üblich. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Fleisch per se ungesund ist. Es enthält viele wichtige Inhaltsstoffe wie Zink, Mineralien, Eisen und Folsäure, die essenziell sind für eine ausgewogene Ernährung.

Die Vorbereitungen

Anders als bei sonstigem Grillfleisch wird bei diesem Stück in der Regel auf eine Marinade verzichtet. Kenner schätzen den Eigengeschmack des Entrecôte. Daher wird das Würzen zumeist erst nach der Zubereitung vorgenommen. Selbst pfeffern sollten Sie das Fleisch vorher nicht, denn sonst verbrennt das Gewürz und hinterlässt beim Fleisch einen bitteren Geschmack. Besorgen Sie sich lieber einen guten Steakpfeffer, den Sie hinterher verwenden.

Möchten Sie Ihr Entrecôte trotzdem marinieren, verwenden Sie beispielsweise ein Rezept aus Olivenöl und frischen mediterranen Kräutern und legen Sie das Fleisch für einige Stunden darin ein. Wichtig ist jedoch, dass Sie die Marinade vor dem Grillen ordentlich abtupfen, damit sie nicht in die Glut tropft und sich giftige Dämpfe entwickeln. Übrigens: Kurz bevor das Entrecôte auf den Grill kommt, ist es wichtig, das Fleisch aus dem Kühlschrank zu holen, damit es Raumtemperatur annehmen kann.

Entrecôte als Steak grillen: So geht's

Es gibt viele verschiedene Techniken, die Sie anwenden können, wenn Sie Entrecôte grillen möchten. Einerseits können Sie Ihr Fleisch direkt auf den heißen Rost grillen. Hier benötigt es etwa drei bis vier Minuten pro Seite, bis es perfekt gegart ist. Wichtig ist jedoch nicht die Grillzeit, sondern die Kerntemperatur. Möchten Sie das Fleisch möglichst blutig verzehren, ist eine Temperatur von 48 bis 52 Grad an der dicksten Stelle optimal. Medium Rare genießen Sie es bei etwa 52 bis 55 Grad, Medium bei 55 bis 59 und komplett durchgegart bei etwa 60 bis 62 Grad.

Mit einem Fleischthermometer können Sie testen, wann die perfekte Kerntempera...
Mit einem Fleischthermometer können Sie testen, wann die perfekte Kerntemperatur erreicht ist. © dpa

Wer Entrecôte auf dem Grill zubereiten, aber etwas behutsamer vorgehen möchte, für den bietet sich indirektes Grillen an. Hierfür legen Sie das Fleisch vorerst auf die Seite des Rosts, unter der die heiße Holzkohle glüht. Hat es von außen eine schöne Bräunung, legen Sie es auf die Seite, unter der keine Kohle liegt, schließen den Deckel des Grills und lassen es langsam gar ziehen. Aber auch in diesem Falle gilt: Immer auf die Kerntemperatur achten! Übrigens: Diese Methode funktioniert auch wunderbar mit dem Gasgrill. Schrauben Sie die Temperatur runter und legen Sie das Fleisch auf die Stelle, die nicht mehr befeuert wird.

Entrecôte grillen – am Stück

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Saftig und super lecker – Entrecôte am Stück zu grillen, braucht zwar Geduld, lohnt sich aber geschmacklich. © Brent Hofacker - Fotolia

Natürlich können Sie auch Entrecôte am Stück grillen. Hierfür brauchen Sie natürlich ein größeres Stück Fleisch. Gehen Sie zum Metzger Ihres Vertrauens und besorgen Sie sich ein etwa 2,5 Kilo schweres Entrecôte. Bereiten Sie das Fleisch wie oben beschrieben vor. Und dann ab an den Grill! Idealerweise besitzen Sie hierfür einen Kugelgrill, der sich schließen lässt. Legen Sie in die Mitte des Bodens eine Abtropfschale, die Sie mit Wasser und Rosmarinzweigen füllen. Bringen Sie ringsherum nun Kohle zum Glühen. Hat sich eine leichte weiße Schicht gebildet, können Sie das Fleisch über der Abtropfschale auf den Grill legen.

Schließen Sie den Deckel Ihres Grills und lassen Sie das Fleisch so nun etwa eineinhalb Stunden garen. In der Zwischenzeit sollten Sie das Fleisch etwa zwei- bis dreimal wenden. Wird die Kohle zu kalt, füllen Sie heiße nach. Ganz einfach geht dies mit einem Anzündkamin. Kontrollieren Sie ebenfalls die Wasserschale – sie sollte immer leicht gefüllt sein. Richten Sie sich auch bei der Kerntemperatur nach den oben genannten Werten. Ist sie erreicht, kann das Fleisch im Ganzen auf dem Tisch landen. Lassen Sie es einige Minuten ruhen und schneiden Sie es schließlich an. Guten Appetit!

Fazit: Entrecôte ist das Beste vom Besten, denn das Fleisch hat keinen Knochen und ist besonders saftig und zart. Umso wichtiger, dass dieses edle Stück Fleisch richtig zubereitet wird. Auf dem Grill können Sie Entrecôte sowohl als Steak als auch am Stück zubereiten – wichtig ist nur zu wissen, wie. Achten Sie hierbei in erster Linie auf die Kerntemperatur des Fleisches. Diese lässt sich am besten mit einem entsprechenden Thermometer herausfinden. Je nach gewünschtem Garpunkt kommt das Rindfleisch nur einige Minuten auf den Rost oder länger. Am Stück gegrillt, braucht es etwa eineinhalb Stunden.

Weitere Möglichkeiten Entrecôte zuzubereiten finden Sie hier:

Entrecôte mit Ofenkürbis

Entrecôte mit mediterranen Salat und Minipizza

Entrecôte, Joghurt-Minz-Sauce, Erbsenpüree und Kreuzkümmel-Rote-Bete

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