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Silvesterbuffet: Partyservice im Test

Let’s get Silvesterparty started! Die Freunde sind geladen, doch Sie haben keine Lust zu kochen? Kein Problem, das Silvesterbuffet kann auch einfach ein Partyservice liefern. Wie gut das Silvester-Essen der Lieferdienste wirklich ist, hat SAT.1 für Sie getestet.

29.12.2009 19:00 | 7:14 Min | © Das SAT.1 Magazin 2009

Silvesterbuffet im Check

Festessen oder Fertigfraß – was bekommt man für sein Geld? SAT.1-Tester ordern bei verschiedenen Caterern ein Silvesterbuffet. Die Vorgabe: ein Essen für 20 Personen, gut bürgerlich, rustikal. Profi-Koch Stefan Dadarski macht den Qualitätscheck. Ob Bouletten, Kartoffelsalat mit Würstchen oder Sauerkraut – selbstgemachtes Essen setzt er bei einem professionellen Catering-Service voraus. Fertigessen kann schließlich jeder für weniger Geld servieren.

Catering Nummer 1: 200 Euro für Fertigspeisen

Catering-Dienst Nummer 1 rückt an. Statt Bouletten & Co. wird dem Lockvogel erst einmal die Rechnung in die Hand gelegt. 200 Euro soll das Silvesterbuffet kosten. Ein fairer Preis? Von wegen! Die Auswahl ist mickrig, die Speisen sind lieblos angerichtet und der Service ist mangelhaft. Was offenbart die Kostprobe des Profi-Kochs? Der Caterer verspricht, alle Gerichte frisch zuzubereiten. Stefan Dadarski zweifelt jedoch an der Frische – zu klein und gleichmäßig sind beispielsweise die Kartoffeln im Kartoffelsalat geschnitten, die Nudeln im Nudelsalat schwimmen in Mayonnaisesoße und die Speisen reichen höchstens für 20 Gäste, die den Appetit einer Ameise haben. Bis auf Kasslerbraten und Bouletten ist bei diesem Partybuffet nichts Frisches zu finden. 200 Euro für Fertigsalate und Nachtisch aus der Tüte? Nein, danke.

Catering Nummer 2: Gewinn für den Caterer, schlechtes Essen für die Gäste

Dreister geht’s nicht? Abwarten. Der nächste Catering-Dienst verlangt 280 Euro für das Silvesterbuffet. Wieder wird im Eiltempo aufgebaut und noch rasanter abkassiert. Sofortzahlung ist Pflicht, eine Absicherung gegen Reklamation wie es aussieht. Kein Wunder, denn das, was Kunden für fast 300 Euro vorgesetzt wird, sieht alles andere als frisch aus. Die Bouletten und der Kartoffelsalat schmecken mehr nach Ware aus dem Großmarkt denn nach Gerichten vom Profi-Koch. Für den Gastgeber und seine Gäste ein totaler Reinfall, für den Caterer hingegen ein fettes Geschäft. Summa summarum schätzt Profi-Koch Dadarski den Wareneinsatz auf etwa 55 bis 65 Euro, wenn alle Speisen im Großmarkt gekauft werden. Das ergibt einen Gewinn von gut 200 Euro für den Caterer.

Catering Nummer 3: Leckeres Essen, aber …

Lieferant Nummer 3 hat im Gepäck eine erfreulich große Auswahl an Speisen, darunter Bouletten, Kasselerbraten auf warmem, badischem Speckkartoffelsalat und Mousse au Chocolat. Kosten: stolze 450 Euro. Für den Preis erwartet der Profi-Koch Top-Qualität. Alles frisch und selbstgemacht – das Märchen sponnen bereits die anderen Caterer – stimmt es bei diesem Partylieferanten wirklich? Die Meinung des Profi-Kochs: Bouletten, Kartoffelsalat & Co. sind selbst gemacht und schmecken richtig gut. Endlich ein Volltreffer? Könnte man meinen, doch plötzlich passiert das, womit keiner gerechnet hat. Der Buffet-Koch entpuppt sich als Schwarzarbeiter. Ein Eigentor. Trotz großer Auswahl und superfrischer Ware fällt auch dieses Catering durch den Silvestercheck.

Catering Nummer 4: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Der letzte Versuch: Kann Caterer Nummer 4 wenigstens überzeugen? Mit 320 Euro liegt der Partyservice preislich im Mittelfeld. Auswahl, Frische und Qualität verdienen jedoch Bestnoten. Leckere Aufschnitte, hausgemachte Salate und Co. sind weiterzuempfehlen.

Das Fazit fällt enttäuschend aus: Nur bei zwei der getesteten Catering-Firmen stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die anderen Lieferdienste fielen glatt durch. Tipp: Bestehen Sie bei der Bestellung auf ein schriftliches Angebot und fragen Sie unbedingt nach frischen Produkten für Ihr Silvesterbuffet, denn nur dann bekommen Sie statt Fertigfraß auch wirklich ein Festessen.

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