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App Uber: Konkurrenz für deutsche Taxiunternehmen

Taxifahren war gestern. Mit der App Uber können Berliner Bürger seit heute per Mitfahrgelegenheit zu Niedrigpreisen durch die Hauptstadt chauffiert werden. Doch was steckt hinter dem Start-up?

27.06.2012 10:00 | 3:46 Min | © Sat.1

Mitfahrgelegenheit statt Taxi fahren

Das Transport-Start-up Uber kommt aus den USA. Dabei handelt es sich um einen mobilen Taxidienst, der völlig ohne Taxen betrieben wird. Stattdessen werden mittels der App Uber, welche sozusagen als Taxizentrale fungiert, Privatpersonen per Smartphone als Fahrer bestellt. Alle, die einen Führerschein besitzen und den Hintergrundcheck des Unternehmens bestehen, sind als Chauffeur zugelassen.

Berliner Taxifahrer fürchten nun um ihre Existenz. Eine Fahrt mit der Mitfahrgelegenheit soll 20 Prozent günstiger sein als eine konventionelle Taxifahrt, wie Uber Europa-Chef Pierre-Dimitri Gore-Coty gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ erläutert - Anreiz genug, um auf die Nutzung des mobilen Taxidienstes umzusteigen. In europäischen Städten wie Barcelona, Paris und Brüssel hat sich das Unternehmen bereits etabliert. Sollte das Modell auch in Berlin funktionieren, wird Uber den Dienst bald wohl auch nach München, Köln und Hamburg holen.

Das Geschäftsmodell des erfolgreichen Unternehmens bewegt sich allerdings in einer gesetzlichen Grauzone: Generell ist eine Konzession notwendig, wenn eine Person eine andere gegen Entgeld an einen Ort befördert. Uber geht trotzdem seinen Weg: Das Start-up erschließt sich einen neuen Markt noch bevor eine Behörde reagiert. Genau so ist es in Kalifornien geschehen, wo der Dienst letztlich legalisiert wurde, nachdem er sich dort etabliert hatte.

Wie funktioniert die App Uber?

In der App geben Sie zunächst Ihre Position an. Ähnlich wie bei der Taxi-Software MyTaxi können Sie sehen, wie weit der nächste Fahrer entfernt ist. Zusätzlich besteht der Service, die Bewertung eines Fahrers einsehen zu können. Die Fahrt wird zum Schluss mit der bei der App hinterlegten Kreditkarte abgerechnet. Sie und der Fahrer bewerten sich gegenseitig, um Informationen für andere Nutzer festzuhalten. Sobald die Bewertung eines Fahrers unter eine bestimmte Grenze rutscht, darf er nicht mehr für Uber tätig sein. Der Verdienst der Taxifahrt geht sowohl an den Fahrer als auch zu 20 Prozent an das Unternehmen.

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