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Smartphones, Tablets & Apps

Handy-Reparatur

07.02.2012 • 22:20

Handy kaputt - was tun? Im Internet ist das Angebot an Portalen für Handy-Reparatur groß. Manche bieten sogar einen Heimservice an. Doch wo sollte man sein Handy wirklich reparieren lassen und was sollte man dabei beachten?

Zwei Optionen für die Handy-Reparatur im Test

Reparatur beim Heimservice

Zunächst testen wir einen Reparatur-Heimservice für 135 Euro. Statt 135 Euro sollen wir für die Handy-Reparatur erst einmal nur 50 Euro zahlen, da nur das Glas auf der Rückseite des Handys gebrochen ist. Es gibt vom Reparateur aber keine Garantie, obwohl die Rechtslage anders aussieht. Man sollte vom Reparateur also immer eine Rechnung und eine zwölfmonatige Garantie verlangen, da die Werksgarantie in den meisten Fällen mit einer fremden Handy-Reparatur verfällt. Der Service des Reparateurs war gut und die Arbeit schnell erledigt. Allerdings wurde bei dieser Handy-Reparatur die Folie vergessen.

Reparatur in Reparaturshops

Die Kosten in den getesteten Shops für Handy-Reparatur schwanken zwischen 40 und 100 Euro. Manche Shops stellen keine Rechnung aus. Die Handy-Reparaturen selbst waren meistens zufriedenstellend. Doch Vorsicht, auch hier gibt es Betrüger, die mit ihren Tricks versuchen, entweder das Handy zu behalten oder mehr Kosten rauszuschlagen. Man sollte sich daher vor einer Handy-Reparatur die Bewertungen des Services im Internet anschauen und auf sein Bauchgefühl vertrauen. Vergleicht man zusätzlich die Preise, kann nicht mehr viel schief gehen.

Häufig notwendig: Handy-Reparatur bei Wasserschaden

Es ist so schnell passiert! Einmal nicht aufgepasst und schon rutscht das Handy aus der Hand und landet im Schwimmbecken, der Kaffeetasse oder dem Suppentopf. Doch keine Panik: In vielen Fällen ist eine Handy-Reparatur möglich, wenn Sie jetzt richtig handeln. Ganz wichtig: Das Handy nicht anschalten, nicht auf die Heizung legen und vor allem nicht selbst aufschrauben. All das kann eine Handy-Reparatur unmöglich machen.

Vor dem Weg zur Handy-Werkstatt

Was aber stattdessen tun? Damit später eine erfolgreiche Handy-Reparatur möglich ist, sollten Sie das Handy sofort aus der Flüssigkeit nehmen. Dann muss das Gerät von seiner Stromversorgung getrennt werden, indem Sie den Akku herausnehmen. Jetzt können Sie die grobe Flüssigkeit entfernen. Dafür das Handy am besten in ein Handtuch wickeln. Mit Föhn oder Heizung sollten Sie das Handy auf keinen Fall trocknen. Viele Handys sind aus Plastik gefertigt und beginnen bei zu großer Hitze zu schmelzen. Eine Handy-Reparatur ist dann meist unmöglich.

Ist das Handy von außen trocken, steht der Gang zum Spezialisten an. Selbst kann der Laie die Flüssigkeit innerhalb des Geräts nicht trocknen. Das Handy sollte so schnell wie möglich vom Experten geöffnet, getrocknet und auf seine Funktionen geprüft werden. Je schneller das geschieht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Handy-Reparatur glückt. Noch ein Tipp: Bis das Handy beim Reparaturservice eintrifft, können Sie es in Reis legen. Reis saugt Wasser auf und kann daher die Flüssigkeit im Handy bereits grob entfernen.

Schaden durch Dickflüssiges lässt sich reparieren

Ist die Handy-Reparatur auch dann nur beim Experten möglich, wenn Dickflüssiges wie Sonnencreme oder Marmelade auf dem Handy gelandet ist? Nein, in den meisten Fällen kann die Masse einfach selbst entfernt werden. Wichtig ist allerdings, dass die dicke Flüssigkeit nicht in Öffnungen des Handys gelangt ist. Falls doch, liegt auch hier ein interner Schaden vor und der Experte sollte sich um die Handy-Reparatur kümmern.

Macht Sonne die Handy-Reparatur unmöglich?

Immer wieder hört man, es sei schädlich, Handys in die Sonne zu legen. Das stimmt tatsächlich! Der Akku erhitzt sehr schnell und kann bei neuen Handys sogar Feuer fangen. Wer nicht riskieren will, dass das Handy in die Reparatur muss oder ganz zerstört wird, sollte es immer in den Schatten oder besser in eine Tasche legen.

Und wie kritisch ist es, wenn das Handy im Freien in den Sand fällt? Die Körnchen sind für das Gerät nicht wirklich gefährlich. Meist ist eine professionelle Handy-Reparatur nicht nötig und es genügt, das Handy auszuklopfen. In hartnäckigeren Fällen können die Öffnungen zudem mit der kalten Luft eines Föhns gereinigt werden.

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