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Untersuchung mit zwei Trainingseinheiten

Um herauszufinden, wie viel Sport der Körper wirklich braucht, wurden 27 Männer von Wissenschaftlern der kanadischen McMaster Universität über zwölf Wochen beim Training begleitet. Während des Zeitraums wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine Hälfte absolvierte ein Mini-Workout, inklusive eines 20-sekündigen Sprints auf dem Fahrradergometer. Die anderen Probanden radelten hingegen bei gleichbleibendem Tempo 45 Minuten am Stück. Beide Trainingsmethoden begannen mit einem zweiminütigen Aufwärmen und endeten mit einem dreiminütigen Abwärmen. Doch mit welcher Fitness-Variante erzielt man die größeren Erfolge?

Kurz, aber effektiv

Überraschenderweise zeigte die Studie, dass beide Übungen eine nahezu identische Auswirkung auf den Körper hatten. Langfristig gesehen sei ein kurzes, dafür aber intensives Training sinnvoller, rät Dr. Martin Gibala, Professor der Kinesiologie und Leiter der Studie. Wenige Minuten reichen dann völlig aus. Welche Sportart dabei betrieben wird, sei vollkommen egal. „Das Prinzip ist auf viele Übungen übertragbar”, sagt Gibala. Sogar mit dem regelmäßigen Laufen einiger Treppenstufen während der Mittagspause könne man sich fit halten.

Angeber-Fact: Wie eine Umfrage ergab, sei Zeitmangel für 43,4 Prozent der Deutsche der Hauptgrund, kein Sport zu treiben. Eine Ausrede, die nach der Veröffentlichung dieser Studie nicht mehr gelten dürfte.