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Dumm durch Kopfball?

Auch wenn der Ball in der Regel mit den Füßen gespielt wird, Kopfbälle gehören beim Fußball meist zu den Highlights eines Spiels. Doch schaden die Pässe mit dem Kopf eigentlich dem Gehirn? Immerhin heißt es doch: Wer häufig einen Kopfball spielt, wird dumm.

25.05.2012 16:00 | 2:16 Min | © SAT.1 Ratgeber

Kopfball: Die Energie des Leders

Wenn ein Fußball gegen den Kopf prallt, schlägt er mit einer großen Menge an Energie auf. Die 20-fache Erdbeschleunigung und die Kraft einer halben Tonne prallen beim Kopfball gegen den Schädel. Kein Wunder also, dass viele glauben, zu viele Kopfbälle würden dumm machen. Doch stimmt das wirklich?

Die Kopfball-Wirkung

Nein, es kann Entwarnung gegeben werden. Wer häufig einen Kopfball spielt, wird dadurch nicht dumm – vorausgesetzt, der Spieler ist auf den Kopfball vorbereitet. Dann kann er über seine Hals- und Nackenmuskeln eine Gehirnerschütterung verhindern. Über die Stirn und die angespannte Muskulatur kann sich die Aufprallenergie des Kopfballs optimal auf den ganzen Körper verteilen. Die Erschütterung im Schädel hält sich dann in Grenzen.

Kopfball versus Querschläger

Anders gestaltet sich die Situation, wenn ein Kopfball unerwartet gegen den Kopf schlägt. Unser Gehirn schwimmt im Schädel in einer Hirnflüssigkeit. Diese Flüssigkeit schützt das Hirn bei kleinen Erschütterungen, indem sie verhindert, dass das Gehirn die Schädelwand berührt. Bei einem heftigen Schlag, also etwa einem unerwarteten Kopfball, reicht diese Flüssigkeit nicht mehr zum Schutz aus. Das Gehirn prallt gegen die Schädelwand und das löst eine Irritation aus, die ein Schwindelgefühl und Kopfschmerzen verursacht. Hält diese Irritation länger an, spricht man von einer Gehirnerschütterung.

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