Ratgeber

Playlist

Ratgeber

Schiedsrichter: der Mann mit der Pfeife

Wahrscheinlich ist der Schiedsrichter der Mann auf dem Spielfeld, der am wenigsten gemocht wird: Er setzt die Pfeife ein, wenn er es für nötig hält und das gefällt nicht jedem. Doch was darf ein Schiedsrichter eigentlich alles?

01.06.2012 10:00 | 3:36 Min | © Sat.1

Der Schiedsrichter: gerechter König oder Tyrann?

Bei einem Fußballspiel kommt er erst seit 1874 zum Einsatz: der Schiedsrichter. Im besten Fall ist er ein gerechter König. Oftmals erleben Fußballfans aber auch, dass der Schiedsrichter seine tyrannische Seite auf dem Fußballfeld auslebt. Nicht selten erinnert sein Gehabe an einen Diktator, wie Napoleon einer war. Aber ist das in Ordnung? Was darf der Schiedsrichter eigentlich und was darf er nicht? Darüber kursieren die verschiedensten Meinungen, wie folgende:  wenn der Schiedsrichter angespielt wird, sei das Spiel zu Ende. Aber sollte der Schiedsrichter nicht vielmehr wie Luft behandelt werden? Und stimmt es, dass der Schiedsrichter nicht mitspielen darf? 

Was darf der Schiedsrichter und was darf er nicht?

Wenn der Schiedsrichter ein Tor schießt, dann zählt das natürlich nicht. Der Schiedsrichter ist kein Mitglied einer Mannschaft, er repräsentiert das genaue Gegenteil. Er soll für ein gerechtes Spiel zwischen den beiden Mannschaften sorgen und gegebenenfalls mit seiner Pfeife einen „Schiedsspruch“ fällen. Der Schiedsrichter darf Spieler selbst in der Halbzeitpause verwarnen - eine Regel, die vielen die wohlverdiente Auszeit madig machen wird. Dasselbe gilt für die Ersatzbank. Die Macht des Schiedsrichters reicht bis zu den Bänken am Spielfeldrand. Außerdem darf der Schiedsrichter ein Fußballspiel abbrechen, sobald von einer Mannschaft weniger als sieben Spieler auf dem Platz stehen. Senkt sich so dicker Nebel auf das Spielfeld, dass man nicht von Tor zu Tor sehen kann, darf der Schiedsrichter das Fußballspiel ebenfalls absagen. 

Nur die besten Schiedsrichter pfeifen eine WM

Der Schiedsrichter muss insgesamt 17 Fußballregeln auf dem Spielfeld anwenden können. Bundesligaschiedsrichter kann man bereits mit etwa 25 Jahren werden. Doch nur die besten Schiedsrichter unter ihnen schaffen es in die Königsklasse und dürfen bei der Weltmeisterschaft ihre Pfeife auf dem Spielfeld einsetzen. Übrigens ist es dem Schiedsrichter freigestellt, womit er pfeift, auch bei der Weltmeisterschaft. Immer wieder gern genommen: die gute alte Trillerpfeife.

SAT.1 Ratgeber auf Google Plus

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+