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Sport & Fitness

Sport ist Mord? Fitness-Mythen auf dem Prüfstand

10.01.2012 • 20:15

Sport ist Mord: Jeder hat diesen Satz wohl schon einmal gesagt oder zumindest gedacht. Aber was ist dran an der ultimativen Ausrede für Sportmuffel? Der SAT.1 Ratgeber klärt über drei Fitness-Mythen auf.

Sport ist Mord für die Kurven – stimmt das?

Kann eine zarte Frau durch zu hartes Training wirklich einen Body wie Arnold Schwarzenegger bekommen? Dazu müssen Sie wissen: Muskelaufbau funktioniert durch Überlastung, denn wenn Muskeln überlastet werden, wachsen sie. Doch die entscheidende Zutat zum Wachsen ist Testosteron. Auch Frauen haben das Hormon im Blut – doch reicht das für Mega-Muskeln? Nein! Denn der durchschnittliche männliche Testosteronwert ist etwa zehnmal so hoch wie der weibliche.

Was heißt das aber nun für Frauen beim Sport? Aufgrund des geringen Hormonwertes ist es Frauen nicht möglich, durch Training allein extreme Muskeln aufzubauen. Dass Krafttraining aus Frauen wahre Muskelmonster machen soll, gehört also in die Kategorie „Fitness-Mythen“. Einer schönen Bikinifigur für den Sommer steht also mit regelmäßigem Training nichts im Wege.

Fitness-Mythos 2: Sixpack dank Sit-ups

Wer sich von der Devise „Sport ist Mord“ verabschiedet hat, träumt von einem straffen Bauch. Nicht nur Männer wünschen sich ein Sixpack. Regelmäßige Sit-ups, denken viele, genügen da. Doch Pustekuchen, denn Sit-ups allein bringen Sie nicht zu Ihren Traummaßen. Damit die Muskeln richtig sichtbar werden, muss das Fett am Bauch erst einmal weg. Und das ist der Haken an der Sache: Während Muskeln in bestimmten Partien gezielt trainiert werden können, nimmt man Fett am ganzen Körper gleichmäßig ab. Im Extremfall ist das Sixpack also unter einer dicken Fettschicht unsichtbar.

Tipp: Schwimmen ist der perfekte Sport für eine Ganzkörper-Workout, denn dabei wird viel Fett verbrannt. Dazu gesunde Ernährung und Sie sind in Sachen Sommerfigur auf dem richtigen Weg. Ganz wichtig beim Bauchtraining: den Rücken nicht vergessen! Denn wer kräftige Bauchmuskeln möchte, braucht genauso kräftige Rückenmuskeln, sonst drohen Haltungsschäden und Verspannungen. Wenn Sie keine Lust auf Schwimmen haben, können Sie im Fitnessstudio auch den Rudertrainer nutzen, denn hiermit lässt sich Fett verbrennen und gleichzeitig den Rücken stärken.

Sport ist Mord: Fitness-Mythos 3

Sport ist Mord? Das denken Sie spätestens, wenn Sie am Tag nach der Anstrengung aufstehen und alles schmerzt: Muskelkater, ein Klassiker nach dem Sport. „Weiter trainieren, dann wird’s besser“, so der Rat aller, die’s scheinbar besser wissen. Doch genau das ist falsch. Denn Muskelkater entsteht durch feine Risse im Muskelgewebe und das passiert immer, wenn die Muskeln überfordert werden. Bei Muskelkater handelt es sich um kleine Entzündungen, die sich beim sogenannten ‚Wegtrainieren‘ nur verschlimmern.

Das einzige, was gegen die Schmerzen daher hilft, ist Erholung. Ein Tag Pause ist ideal. Und mal ehrlich: Gibt es einen besseren Grund, mal wieder Wellness zu machen? In die Sauna gehen oder massieren lassen – beides hilft bei Muskelkater. Und wer erst gar keinen bekommen möchte, trinkt vor dem Sport Kirschsaft, denn der enthält entzündungshemmende Stoffe.

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