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E-Bikes: 9 von 16 mangelhaft

Rahmenbrüche, Bremsversagen, Funkstörungen: Ein Vergleich von Pedelecs durch die Stiftung Warentest zeigt ein katastrophales Ergebnis.

01.01.2013 00:00 | 1:40 Min | © Sat.1

E-Bikes: Gefährlich statt hilfreich

Als E-Bike oder Pedelec (Pedal Electric Cycle) bezeichnet man Fahrräder, die den Radler mit einem Motor unterstützen und ihm so das Treten erleichtern sollen. Bei einem Test des ADAC und der Stiftung Warentest von 16 E-Bikes zeigte sich jedoch: Über die Hälfte der geprüften Elektrofahrräder sind eher gefährlich als hilfreich.

So zeigten sich bei acht Fahrrädern am Ende der Dauertests Materialermüdungen: Bei zwei E-Bikes brach der Rahmen, dreimal brach der Lenker und drei Pedelecs zeigten Risse an der Gabel - im Straßenverkehr kann das die schlimmsten Unfallfolgen haben, warnt Kolja Oppel von Stiftung Warentest.

Ebenfalls eine gefährliche Schwachstelle der E-Bikes: die Bremsen. Durch das höhere Gewicht der Fahrräder (zwischen 20 kg und 30 kg) und die erhöhte Geschwindigkeit von durchschnittlich etwa 25 Stundenkilometern, sind die Bremsen der Pedelecs besonders gefordert. Bei drei der getesteten Rädern hielten die den hohen Anforderungen jedoch nicht stand - die Seilzugbremsen versagten schlicht und ergreifend. Des Weiteren strahlte bei vier der insgesamt 16 getesteten E-Bikes der Elektromotor so stark, dass noch im Umkreis von 100 Metern der Funkverkehr von Polizei, Feuerwehr oder Krankenwagen massiv gestört werden kann.

Zwei Testsieger, zwei Schlusslichter

Den ersten Platz beim E-Bike-Test mit dem Qualitätsurteil 'gut' holten sich die Modelle von Stevens und Kettler (beide E-Bikes kosten jeweils ca. 2.500 Euro). 9 der insgesamt 16 von Stiftung Warentest geprüften Pedelecs - darunter aiuch ein 700-Euro-Bike vom Discounter Norma sowie das teuerste Testrad aus dem Hause Flyer für 2.700 Euro - fielen mit einem 'Mangelhaft' durch.

Am schlechtesten bewerteten die Stiftung Warentest und der ADAC die E-Bike-Modelle von Kreidler und Leviatec. Bei Letzterem waren die Mängel so gravierend (defekte Akkus, gerissene Gabel, gebrochener Rahmen sowie gebrochenes Hinterrad), dass der Hersteller den Verkauf des Elektrofahrrads vorerst gestoppt hat.

Stiftung Warentest gibt Tipps für den E-Bike-Kauf

Auch wenn selbst bei teureren E-Bike-Modellen im Test zum Teil gravierende Mängel auffielen, rät die Stiftung Warentest dennoch dazu, etwas mehr Geld für das Elektrofahrrad auszugeben. Von Billigprodukten unter 1.000 Euro sollte man hingegen besser die Finger lassen. Der Grund: Bei teureren Rädern seien die Fahreigenschaften durchweg besser gewesen als bei Pedelecs vom Discounter. Es lohne sich ohnehin, vor dem Kauf eine Probefahrt mit dem E-Fahrrad zu machen. Schließlich muss man sich auf dem Rad wohlfühlen.

Außerdem sollte man sich die Bremsen genauer anschauen: Verbraucher sollten darauf achten, dass Hydraulikbremsen verbaut sind, empfiehlt die Stiftung Warentest. Die Akku-Leistung sollte man dagegen von seinen persönlichen Fahreigenschaften und Bedürfnissen abhängig machen.

                                

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Mehr zu dem Test "Pedelecs: Das Risiko fährt mit" gibt es hier

Weitere Tests von Stiftung Warentest findest du auf: www.test.de

                               

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