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So verlängert man die Lebensdauer elektronischer Geräte

Haben elektronische Geräte tatsächlich ein eingebautes Verfallsdatum, um den Umsatz der Hersteller anzukurbeln? Stiftung Warentest ist dem Verdacht nachgegangen und verrät, wie man die Lebensdauer elektronischer Geräte verlängern kann.

01.01.2013 00:00 | 2:24 Min | © Sat.1

Gezielte Manipulation nein, geplanter Verschleiß ja

Wer kennt das nicht: Kaum ist die Garantiezeit für ein Gerät abgelaufen, geht es kaputt. Kein Wunder, dass viele Verbraucher da den Verdacht hegen, Hersteller würden bewusst Fehler in ihre Geräte einbauen, um die Lebensdauer ihrer Produkte zu verkürzen. Stiftung Warentest ist dem Verdacht nachgegangen und hat die Langlebigkeit verschiedener Geräte untersucht.

Das Ergebnis: Zwar bauen Hersteller keine gezielten Schwachstellen in ihre Geräte ein, damit diese schneller kaputt gehen. Aber: „Die Hersteller planen eine Nutzungsdauer“, weiß Elke Gehrke von Stiftung Warentest. Das heißt, es gibt einen geplanten Verschleiß, wie lange etwa eine Waschmaschine oder ein Drucker halten sollen.

Dennoch gibt es einiges, worauf Verbraucher achten können, um möglichst lange etwas von ihren elektrischen Helfern zu haben.

Geplante Obsoleszenz – Tipp 1:

Kunden sollten Geräte meiden, die nur mit Spezialwerkzeug oder gar nicht zu öffnen sind, rät Stiftung Warentest. Einen Schaden selbst zu reparieren, ist in solchen Fällen nämlich nicht möglich. Das Gerät muss stattdessen zur Reparatur gegeben werden – und das kann schon bei kleinen Fehlern mitunter richtig teuer werden.

Geplante Obsoleszenz - Tipp 2:

Ob Tablet PC, Smartphone oder Navi – viele Geräte haben einen festeingebauten Akku, der sich nicht austauschen lässt. Ist der Akku irgendwann zu schwach oder gibt er gar ganz den Geist auf, bleibt dem Verbraucher meist nichts anderes übrig, als das alte Gerät wegzuwerfen und sich ein komplett neues zu kaufen.

Stiftung Warentest rät daher Verbrauchern darauf zu achten, dass sich der Akku selbst entfernen beziehungsweise bei Bedarf selbst austauschen lässt.

Geplante Obsoleszenz - Tipp 3:

Die Qualität beziehungsweise die Hochwertigkeit eines Produkts zeigt sich laut Stiftung Warentest ganz klar auch in einem höheren Preis. So gilt in den meisten Fällen die Regel: Je teurer, desto langlebiger.

Verbraucher sollten sich also nicht von billigen Ramschprodukten locken lassen. Im Zweifelsfall bezahlt man hier mehr, als man gleich beim Kauf eines teureren Geräts ausgegeben hätte.

Geplante Obsoleszenz – Tipp 4:

Eine Garantie ist der hohe Preis allerdings nicht: Auch unter teuren Markenprodukten gibt es schwarze Schafe. So erwiesen sich etwa in Untersuchungen der Stiftung Warentest auch Küchenmaschinen für 340 Euro oder Espressomaschinen für sogar fast 1.000 Euro auf Dauer als wenig robust.

Verbraucher sollten daher vor dem Kauf eines Geräts nach Möglichkeit entsprechende Testergebnisse einholen, rät Stiftung Warentest.

Geplante Obsoleszenz – Tipp 5:

Sollte dennoch ein Gerät unmittelbar nach Ablauf der Garantiefrist kaputt gehen, muss man es nicht gleich auf den Müll schmeißen. In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile sogenannte „Repair Cafés“, in denen man sein Gerät kostenlos von Hobby-Bastlern reparieren lassen kann.

Ein streikender Drucker, bei dem der Tintenschwamm angeblich voll ist, lässt sich aber meist schon selbst mit einer einfachen Tastenkombination "reparieren". Wie die Tastenkombination für verschiedene Druckermodelle lautet, verrät die Seite Struzyna.de.  

                   

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Den Artikel zu dem Video "Geplante Obsoleszenz: Gerade gekauft und schon wieder hin?" von Stiftung Warentest finden Sie hier

Weitere Tests von Stiftung Warentest findest du auf: www.test.de

             

               

Erfahren Sie hier mehr zu dem Thema "Geplante Obsoleszenz":

Geplante Obsoleszenz - Die Tricks der Hersteller

Kalkulierter Verschleiß bei Geräten

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