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Stiftung Warentest: Welches Fahrradschloss ist sicher?

Stiftung Warentest hat 37 Fahrradschlösser untersucht. Das Ergebnis: Die meisten Fahrradschlösser lassen sich in Sekundenschnelle mit einfachen Alltagswerkzeugen knacken und selbst teure Schlösser bieten keinen sicheren Schutz gegen Diebstahl.

17.12.2012 17:15 | 3:04 Min | © Sat.1

Nicht nur Radler haben im Frühjahr und Sommer Hochsaison, sondern auch Fahrraddiebe. Rund 1.000 Fahrräder werden täglich in Deutschland gestohlen - und das sind lediglich die angezeigten Diebstähle. Dabei schrecken Fahrradschlösser Diebe kaum ab, zumal die meisten nur allzu leicht zu knacken sind.

Aber welches Fahrradschloss ist wirklich sicher, was taugen Billigschlösser und wie kann man sein Fahrrad sonst noch vor Langfingern schützen?

Fahrradschlösser im Test

37 Fahrradschlösser hat die unabhängige Verbraucherorganisation Stiftung Warentest untersucht. Mit ernüchterndem Ergebnis: Die meisten Schlösser lassen sich schon mit einfachen Alltagswerkzeugen und in Sekundenschnelle knacken. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Nur 5 Schlösser erhielten die Note 'gut', 17 Fahrradschlösser schnitten mit 'mangelhaft' ab.

Die Testsieger kommen allesamt von der Firma Abus, die mit ihren Fahrradschlössern in allen vier Kategorien am besten abschnitt: In der Kategorie Panzerkabelschloss überzeugte das Iven 8200/110 (ca. 45 Euro), bei den Kettenschlössern das Tresor Chain 1385/85 (ca. 33 Euro), das beste Faltschloss heißt Bordo Granit-XPlus 6500/85 (ca. 120 Euro) und das Granit-XPlus 54/160 HB 230 (80 Euro) wurde als bestes Bügelschloss gewertet.

Doch egal, ob preisgünstig oder teuer: Kein Fahrradschloss schützt sicher vor Diebstahl. Zwar halten die von Stiftung Warentest als am sichersten bewerteten Bügel- und Kettenschlösser in den meisten Fällen Säge, Zange oder Bolzenschneider Stand, doch gegen Profi-Fahrraddiebe mit Spezialwerkzeug haben auch diese Fahrradschlösser keine Chance.

Es kommt nicht nur auf das Fahrradschloss an

Neben der Auswahl des Fahrradschlosses gibt es noch einige andere Tipps, die man beachten sollte, um das Rad vor Fahrraddieben zu schützen. So ist es ratsam, das Fahrrad separiert abzustellen und möglichst an einem Ort, der beobachtet wird, etwa in der Nähe eines Taxistands. Denn je mehr Fahrräder (unbeaufsichtigt) an einem Ort abgestellt sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Diebe hier zuschlagen.

Was das Abschließen angeht, sollte das Rad immer an einen im Boden verankerten Gegenstand geschlossen werden, sonst kann es ruckzuck weggetragen werden. Wer sein Fahrrad zudem nachts in den Keller holt und nicht auf der Straße stehen lässt, hat gute Chancen, dass er möglichst lange Freude an seinem Drahtesel hat. 

Alle Ergebnisse zu dem Test gibt es hier.

              
Weitere Tests von Stiftung Warentest finden Sie auf: www.test.de

                                                      

                                

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