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Kunden werden kritischer

Wie kann das Obst so billig sein, wenn es den ganzen Weg von Südamerika bis zum Supermarkt meines Vertrauens zurückgelegt hat? Eine Frage, mit der sich längst auch Discounter konfrontiert sehen. Denn der Kunde weiß: Für das günstige Angebot von nebenan muss jemand anderes bluten. Ausbeutung von Bauern und Plantagenarbeitern, genmanipuliertes Essen, Umweltverschmutzung – all das ist in Zeiten offener Märkte zur traurigen Realität geworden. Für viele Konsumenten Grund genug, auf nachhaltige Produkte zu setzen. Von diesen will Discounter-Riese Lidl zukünftig mehr anbieten.

Bananen aus nachhaltiger Produktion

Schon bald wird Lidl nur noch Bananen mit einem „Rainforest Alliance“- oder „Fairtrade“-Siegel verkaufen. Diese garantieren nämlich, dass bei der Bewirtschaftung strenge Kriterien für den Umweltschutz berücksichtigt und die Bauern bei der Produktion der Bananen adäquat entlohnt werden. Zunächst sollen die nachhaltig gehandelten Früchte in deutschen Filialen in den Verkauf kommen, bevor sie dann auch in das Sortiment britischer Lidl-Supermärkten eingeführt werden.

Lidl schon länger auf Bio-Geschmack gekommen

Seine Öko-Offensive startete das Unternehmen bereits vor Monaten. So können Kunden schon seit einiger Zeit bei Lidl auch Kaffee und Schokolade mit dem „Fairtrade“-Siegel kaufen. Der Discounter selbst setzt sich nach eigenen Angaben insbesondere für eine Weiterentwicklung der Tierwohlstandards ein und möchte die Aufzucht- und Haltungsbedingungen sowie die Fütterung von Tieren verbessern.

Angeber-Fact: Während vor zehn Jahren noch 60 Prozent der Verbraucher im Rahmen einer GfK-Erhebung angaben, beim Kauf von Lebensmitteln vor allem auf den Preis zu achten, hat sich das Verhältnis inzwischen gewandelt. Laut einer aktuellen Studie ist 51 Prozent die Qualität am wichtigsten.