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Frankfurt: Flughafen-Streik hat Folgen

Bei einem Flughafen-Streik sind am Ende immer die Passagiere die Leidtragenden. Viele Flüge haben Verspätung oder werden komplett gestrichen. Gibt es dafür eine Entschädigung?

13.03.2012 22:20 | 9:32 Min | © SAT.1

Flughafen-Streik in Frankfurt: Hunderte Ausfälle

Der Flughafen Frankfurt ist das größte und wichtigste Drehkreuz im deutschen Luftraum. Gibt es hier eine Störung oder Ausfälle, sind tausende Flugreisende betroffen. Auch dieses Mal legte der Streik der Sicherheitsleute in Frankfurt den gesamten Flugbetrieb lahm. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten der privaten Luftsicherheit dazu aufgerufen, am Freitag von 2 bis 23 Uhr die Arbeit niederzulegen. Gut 5.000 Mitarbeiter folgten dem Aufruf. Damit schadeten sie aber nicht nur dem Flughafenbetreiber, sondern vor allem den Passagieren. Vor den geschlossenen Sicherheitskontrollen bildeten sich endlos lange Schlangen. Rund 37.000 Fluggäste waren von Verspätungen oder Ausfällen von Flügen infolge des Flughafen-Streiks betroffen.

Fluggastrechte bei Flugverspätungen und Ausfällen durch Streik

Grundsätzlich gilt: Bei Verspätungen ab zwei Stunden erhalten Passagiere sogenannte Betreuungsleistungen; wenn ein Flug komplett gecancelt wird, haben die Kunden Anspruch auf eine Rückerstattung der Kosten oder auf einen Ersatzflug. Nun die schlechte Nachricht: Im aktuellen Fall wird diese Regelung vermutlich nicht greifen. Denn ein Flughafen-Streik wird per Gesetz als „höhere Gewalt“ definiert, auf die Fluglinien keinen Einfluss haben. Daher müssen sie auch keine Entschädigungen zahlen. Anders sähe dies zum Beispiel aus, wenn der Gast seinen Flug nicht antreten könnte, weil dieser von der Gesellschaft überbucht wurde.

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