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Wohnen & Garten

Heizkörper lackieren: So gehen Sie vor

22.10.2012 • 00:00

Alte Häuser und Wohnungen bieten viele Baustellen – mal müssen Sie Fliesen austauschen, mal einen neuen Siphon anschließen und mal Heizkörper lackieren. Hier gibt’s eine Anleitung.

Wände und Boden abdecken

Bevor Sie Ihren vergilbten, unschönen Heizkörper lackieren, müssen Sie Wände und Boden vor Farbspritzern schützen. Gut geeignet: folienverstärktes Abdeckkrepp. Dieses Produkt vereint die Vorzüge von flüssigkeitsundurchlässiger Malerfolie und saugfähigem, aber leicht reißendem Papier. Nicht vergessen: Auch Thermostat und Schraubverbindungen sollten mit Folie abgedeckt werden.

Anlauger anbringen und neutralisieren

Nun geht’s den Schmutzstellen an der Heizung an den Kragen – und zwar mit Anlauger-Pulver, welches den Untergrund leicht anraut. Dieses wird mit Wasser vermischt, genauere Mengenangaben können Sie der Verpackung entnehmen. Je nach Heizkörper können beim Anlaugen verschiedene Arbeitsgeräte eingesetzt werden. Bei einer Flachkörperheizung leistet zum Beispiel eine Fellwalze gute Dienste.

Nach nur wenigen Minuten Einwirkzeit, sollten Sie den Anlauger mit klarem Wasser gründlich neutralisieren, am besten zwei- oder dreimal. Bleibt nämlich etwas von der Substanz am Heizkörper haften, können später Flecken entstehen und der Untergrund ist nicht ausreichend griffig für den neuen Lack.

Heizkörper lackieren

Jetzt kommt spezieller Heizkörperlack an die Heizquelle. Vor unangenehmen Gerüchen müssen Sie sich bei diesem Lack nicht fürchten, da er nicht aromatisiert ist. Lüften müssen Sie trotzdem, da das Mittel zwar geruchs- aber nicht lösungsmittelfrei ist. Zum Bemalen der Heizkörper sollten Sie auf qualitativ hochwertige Pinsel setzten, deren Borsten beim Auftragen nicht im frischen Lack kleben bleiben. Bei Rippenheizungen empfiehlt sich die Anwendung von Sprühlack, um den Arbeitsaufwand zu reduzieren. Wichtig: Sprühen Sie im Abstand von 20 bis 30 Zentimeter schön gleichmäßig. Vorteil der Sprühdosen-Anwendung: Es entstehen keine Nasen, also jene Stellen am Heizkörper, die mit zu viel Lack bemalt worden sind und unschöne Farbhügel bilden. Zu guter Letzt drehen Sie den Heizkörper leicht auf, damit der Lack schneller trocknet.