Wohnen & Garten

Zimmerpflanzen als Raumfilter nutzen

07.12.2012 • 17:15

Zimmerpflanzen machen nicht nur das Wohnzimmer grün und schön, sie verbessern auch das Raumklima. Welche Pflanze sich für welches Raumluftproblem eignet, erklärt SAT.1-Gartenexperte Walter Löffler.

Pflanzen filtern Giftstoffe und verbessern so die Raumluft

Flüchtige Giftstoffe in Räumen, die von Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen ausgehen können, zum Beispiel von Tapeten, Wandfarben, Möbeln und Reinigungsmitteln, führen nicht selten zu gesundheitlichen Beschwerden. So können Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder Schleimhaut- und Hautreizungen die Folge des Einatmens der Schadstoffe sein. Die Medizin kennt diesen Effekt als Sick-Building-Syndrom. Mit ganz einfachen Mitteln können Sie die Raumluft verbessern, nämlich mit Pflanzen. So hat man in einer Studie herausgefunden, dass Zimmerpflanzen bis zu 70 Prozent der Giftstoffe in der Luft herausfiltern können und so zu einem besseren Raumklima beitragen.

Verschiedene Zimmerpflanzen filtern unterschiedliche Giftstoffe

Generell gilt: Je mehr Blätter eine Pflanze hat und je größer diese sind, desto besser kann die Pflanze Schadstoffe aus der Luft filtern. Darüber hinaus gibt es für nahezu jedes Raumluftproblem die passende Pflanze. Die Grünlilie etwa, auch Sekretärinnenblume genannt, eignet sich besonders gut, um Toluole, die häufig für Lacke und Farben verwendet werden, abzubauen. Das Einblatt dagegen wird als Benzol-Filter am besten in die Nähe von Elektrogeräten platziert. Die schnell wachsende Efeutute ist der Allrounder unter den Zimmerpflanzen. Sie kann nicht nur eine Vielzahl von Schadstoffen abbauen, sondern die Luft sogar von Nikotin befreien und sollte daher in keinem Raucherhaushalt fehlen.

Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen

Dass manche Zimmerpflanzen durch ihre Luftfilter-Qualitäten tatsächlich etwas Gutes für die Gesundheit tun können, ist sogar wissenschaftlich bewiesen. So haben Untersuchungen einer norwegischen Universität gezeigt, dass sich durch bestimmte Pflanzen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Augenreizungen bis hin zu Ermüdungserscheinungen tatsächlich mildern lassen. Bis man eine deutliche Verbesserung der Raumluft und damit auch des Wohlbefindens feststellt, kann es allerdings bis zu zwei Wochen dauern.