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Kunst-Rollrasen im Test

Folge 92

Kein mähen und kein Unkraut mehr - Der Traum aller Gartenbesitzer. "Abenteuer Leben" testet Kunst-Rollrasen, um herauszufinden, was dieser wirklich taugt.

16.05.2012 17:50 | 6:58 Min | © kabel eins

Warum Kunstrasen und kein echtes Grün?

Matsch, vertrocknetes Gras, gelbe Flecken auf dem Rasen – so sieht es in vielen Gärten aus. Dabei träumen die meisten von sattem Grün und dichtem Gras. Moderner Hightech-Rollrasen soll hier Abhilfe schaffen. Er verspricht leuchtendes Grün und leichte Pflege, wo ständig Rasen gemäht, Unkraut gejätet und gewässert werden musste. Doch ist Kunstrasen-Teppich wirklich gut geeignet und besser als zum Beispiel Naturrasen zum Ausrollen?

Vorteile und Nachteile von Kunstrasen

Wer sich für künstlichen Rollrasen entscheidet, auf den wartet einige Arbeit, denn von jetzt auf gleich ist es mit dem Verlegen nicht getan und ohne professionelle Geräte wie Bagger und Co. geht hier nichts. Zwar ist der grüne Plastik-Teppich pflegeleicht, muss nicht gemäht und gegossen werden – der Arbeitsaufwand beim Anlegen von Kunstrasen sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Mehr Tipps vom Kunstrasenprofi hier.

Und was kostet der Spaß? Der Preis liegt bei etwa 75 Euro pro Quadratmeter. Damit sind die Kosten etwa dreimal so hoch wie bei natürlichem Rollrasen. Tipp: Sie können Kunstrasen aber auch gebraucht kaufen. Online finden sich zahlreiche Angebote.

Was spricht für Naturrasen?

Pluspunkt für den echten Rasen: Das Aufbringen ist recht einfach. Boden lockern, mit Humus vermischen, geschälten Rollrasen auflegen und ausrollen. Tipp: Versetzt verlegt verwachsen die Ränder schneller. Im Vergleich zum Kunstrasen ist das echte Grün außerdem günstig: 25 statt 75 Euro pro Quadratmeter, ein echter Pluspunkt, wenn man Kosten sparen möchte.

Rollrasen im Praxistest: Beanspruchung

Beim Bespielen des Grüns zeigt sich schnell: Hohen Belastungen wie Toben und Fußballspielen hält nur der Kunstrasen stand, beim Naturrasen sind schnell Löcher erkennbar. 1:0 für den Kunstrasen. Doch was passiert eigentlich, wenn beim Grillen mal etwas heiße Kohle auf dem Gras landet? Auf dem Naturrasen sieht man verbrannte Stellen – die wachsen allerdings schnell raus. Der Kunstrasen hingegen schmilzt sofort zu einem zähen Kunststoffbrei, einige Halme fangen sogar Feuer. Ein brandgefährliches Manko des künstlichen Rasenteppichs. Gleichstand!

Bewässerung, Essensreste und Nachhaltigkeit

Doch wie reagieren beide Rasenflächen auf Wasser? Der Kunstrasen nimmt dieses wunderbar auf, der Naturrasen hingegen ist nach der Bewässerung klitschnass. Das künstliche Grün hat die Nase wieder vorn. Allerdings nur solange, bis beim Essen im Garten Heringssalat oder Grillsoße auf dem Grün landen. Beides lässt sich aus dem Naturrasen hingegen wunderbar entfernen – den Rest erledigen die Insekten. Auf dem Kunstrasen werden Essensreste dagegen eher verschmiert als beseitigt – es steht: 2:2. Und noch etwas spricht gegen das künstliche Grün: die Umweltbilanz. Wo weder Gras noch Blumen wachsen, ist die Nahrungskette unterbrochen. Dadurch gehen nicht nur Vögel leer aus. Außerdem muss Kunstrasen nach etwa zwölf Jahren ausgetauscht werden.

Fazit: Der Naturrasen hat den Test bestanden!

Der SAT.1 Rollenrasen-Test hat gezeigt: Der Naturrasen hat die Nase vorn, denn seine Vorteile überwiegen. Außerdem ist die Verletzungsgefahr bei Stürzen nicht ganz so hoch. Und doch: Für schattige und feuchte Gärten sowie Familien ohne kleine Kinder ist der Hightech-Kunstrasen eine gute Alternative zu natürlichem Rollrasen. Er sieht saftig aus und braucht nahezu keine Rasenpflege.

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