Teilen
Merken
Wohnen & Garten

Aloe Vera: Pflege-Tipps für die Wunderpflanze

07.12.2012 • 17:15

Diese Pflanze gilt als wahres Wundermittel: Aloe Vera. Die Pflege des heilenden Grüns lohnt sich, denn ob von innen oder außen – das Gel der Wüstenlilie ist gesund für den menschlichen Körper. Was der Aloe-Saft bewirkt und was Sie bei der Haltung von Aloe Vera als Zimmerpflanze beachten müssen, erklärt SAT.1 Pflanzenexperte Walter Löffler.

Aloe Vera: Pflege der genügsamen Pflanze

Gute Nachricht für alle Pflanzen-Faulpelze: Die Aloe Vera ist eine anspruchslose und genügsame Pflanze. Alles, was sie benötigt, ist ein gleichmäßig warmes Klima, einen hellen Standort und ein wenig Wasser – und damit ist wirklich nur ein wenig gemeint. Typisch Sukkulente: Die Wüstenlilie verträgt Staunässe überhaupt nicht. In nährstoffarmen, sandigen Böden fühlt sie sich daher am wohlsten, denn hier kann überschüssiges Wasser rasch abfließen.

Weiterer Tipp zur Aloe Vera-Pflege: Gießen Sie die Pflanze nie von oben. Ihre Blätter müssen unbedingt trocken bleiben, da sie sonst schnell zu faulen beginnen.

Aloe Vera ist bis zu zehn Jahre haltbar

Wenn Sie diese Regeln beachten, können Sie nicht nur lange an Ihrer exotischen Pflanze erfreuen, sondern haben ganz nebenbei auch eine dauerhafte Apotheke im Haus. Bei guter Pflege kann die Aloe Vera-Pflanze nämlich bis zu zehn Jahre alt und ihr heilsamer Saft entsprechend lange 'geerntet' werden.

Rundum gesund: Aloe Vera in Pflege- und Kosmetikprodukten

Gartengestaltung_2016_03_29_Aloe Vera Pflege_Bild 1_fotolia_Vitalina Rybakova
Auch in vielen medizinischen und kosmetischen Produkten ist Aloe Vera enthalten. © Vitalina Rybakova - Fotolia

Das Gel der Aloe Vera-Pflanze, das aus dem Wasserspeichergewebe gewonnen wird, gilt als uraltes Naturheilmittel und wahres Wunderelixier, das auch noch in der heutigen Zeit verwendet wird. So findet sich nicht selten Aloe Vera in Pflege- und Kosmetikprodukten. Schauen Sie doch mal auf die Rückseite der Verpackungen von Handsalbe und Co. nach.

Aloe Vera: Anwendung und Wirkung

Das bittere Gel der Aloe Vera enthält rund 200 Wirkstoffe und hilft bei kleinen Wehwehchen ebenso wie bei richtigen Erkrankungen. So soll der zähflüssige Pflanzensaft schmerzlindernd und krampflösend wirken, die Abwehrkräfte stärken und bei verschiedenen Beschwerden helfen – etwa bei Verdauungsproblemen, Allergien, Pilzinfektionen und sogar bei Diabetes und Krebs.

Gartengestaltung_2016_03_29_Aloe Vera Pflege_Bild 2_fotolia_jivimages
Was viele nicht wissen über Aloe Vera: Pflege-Gels, die den Pflanzensaft enthalten, helfen auch gegen Sonnenbrand. © jivimages - Fotolia

Aber auch als Wundheilmittel hat sich Aloe Vera einen Namen gemacht. Auf die Haut aufgetragen, kühlt Aloe Vera Sonnenbrand und Insektenstiche, heilt durch seine anregende Wirkung auf die Zellerneuerung Schnitt- und Brandwunden besonders schnell und wirkt antibakteriell.

Gut Ding will Weile haben

Der Saft vom frisch abgeschnittenen Blatt gilt übrigens als wirkungsvollstes Aloe-Mittel – bei der Verarbeitung zu Kosmetika können die Inhaltsstoffe der Aloe hingegen an Wirkungskraft verlieren. Blätter abschneiden und auf ein Wunder hoffen: So einfach ist es leider nicht, denn die Aloe Vera-Pflanze muss eine gewisse Reife haben, um ihre heilsame Wirkung voll zu entfalten. Erst wenn sie drei Jahre alt ist und eine Höhe von etwa 20 Zentimetern erreicht hat, kann sie als Heilpflanze eingesetzt und beerntet werden, denn erst dann enthält die Pflanze genügend Wirkstoffe.

Da Fensterscheiben die UV-Strahlen der Sonne abhalten, ist der Wirkstoffgehalt der Aloe als Zimmerpflanze allerdings geringer als bei Pflanzen, die im Garten wachsen.

Fazit: Nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch hochwirksam – die Rede ist von Aloe Vera. Ohne Pflege nützt Ihnen allerdings auch der gute Ruf der Sukkulente nichts, denn die Pflanze muss erst ein paar Jahre wachsen, bevor ihr Saft von Nutzen ist. Wärme und viel Licht sind dafür unerlässlich. Sind diese Bedingungen jedoch erfüllt, bedarf es nur noch weniger Pflegehinweise.