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Wohnen & Garten

Bodenanalyse durchführen: So wird der Rasen wieder grün

22.10.2012 • 00:00

Keine gleichmäßig grüne Wiese im Garten? Mit einer Bodenanalyse können Sie den Grund für das ungleichmäßige Wachsen des Grases herausfinden. Wie? Welche Methoden zur Untersuchung des Bodens sich eignen, erfahren Sie hier, im SAT.1 Ratgeber.

Wo liegt das Problem?

Wer träumt nicht von einem saftigen Rasen wie auf einem top gepflegten Golfplatz? Leider sieht die Realität in vielen Fällen nicht so grün aus. Statt eines gleichmäßigen, satten Grüns zeigen sich auf der Wiese braune Stellen, Unkraut und Moos. Doch was genau fehlt dem Boden und wie pflege ich meinen Rasen richtig?

Rasenanalyse mit Zeigerpflanzen

Um herauszufinden, was dem Gras fehlt, ist eine Bodenanalyse notwendig. Die gibt dem Hobbygärtner Aufschluss über die im Boden vorhandenen Nährstoffe – und zeigt, was dem Rasen fehlt.

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Löwenzahn ist eine sogenannte Zeigerpflanze. Sie lässt Rückschlüsse auf die Qualität des Bodens zu. © pixabay

Schon beim genaueren Betrachten der Wiese oder vielmehr der dort wachsenden Zeigerpflanzen lassen sich einige Rückschlüsse auf die Qualität des Bodens ziehen, weiß der SAT.1 Gartenexperte. So deutet etwa wild wachsender Löwenzahn darauf hin, dass die Erde an dieser Stelle sehr kalkhaltig und nährstoffarm ist. Brennnesseln wachsen und gedeihen vor allem auf stickstoffreichen Böden, Feldklee hingegen zeigt an, dass der Boden stickstoffarm ist. Und wer einen verdichteten Boden hat, wird häufig Wegerich in seinem Garten finden.

Das Deuten der Pflanzen ist allerdings nur vage und kann natürlich keine professionelle Bodenanalyse ersetzen.

Genaue Bodenanalyse mit Gerät selbst durchführen

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Für ca. 5 Euro erhalten Sie im Fachhandel ein pH-Testgerät. Für eine komplette Bodenanalyse genügt das zwar nicht - für einen groben Überblick ist der Test jedoch ganz praktisch.

Den Säuregehalt des Bodens können Hobbygärtner mit einem ph-Messgerät aus dem Gartencenter schnell und einfach selbst bestimmen. Genauere Analysen lassen sich allerdings nur vom Experten im Labor durchführen. Für die Bodenproben entnehmen Sie an verschiedenen Stellen im Garten rund zehn Zentimeter unter der Grasnarbe etwas Erde und schicken diese in einem sauberen, beschrifteten Beutel an die landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt.

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Eine professionelle Bodenanalyse im Labor gibt Aufschluss darüber, wie es um Ihren Boden bestellt ist - mit konkreten Pflegehinweisen.

Die Kosten für eine Bodenanalyse vom Experten belaufen sich auf rund zehn Euro. Dafür erhalten Sie eine Auswertung mit exakter Auflistung aller im Boden enthaltenen Nährstoffe sowie Düngeempfehlungen für den Rasen.

Pflegetipps für saftig grünes Gras

Ein schöner Rasen benötigt viel Pflege. Dazu gehört neben dem Düngen natürlich auch regelmäßiges Mähen – nur so kann sich ein saftig grüner Rasenteppich im Garten bilden. Von Frühjahr bis in den Spätsommer sollte das Gras wöchentlich auf eine Höhe von etwa vier Zentimetern gestutzt werden. Der beste Zeitpunkt zum Rasenmähen ist übrigens der späte Vormittag, wenn der Morgentau verdunstet und die Sonneneinstrahlung noch nicht zu stark ist.

Dünger versorgt die Wiese darüber hinaus mit allen wichtigen Nährstoffen und schützt den Rasen vor Unkraut und Krankheiten. Düngen Sie am besten zweimal im Jahr – im Frühling und im Spätsommer – mit einem Langzeitdünger. Achtung: Alten Dünger nicht mehr verwenden, sondern fachgerecht bei einer Müllannahmestelle entsorgen, rät der SAT.1 Gartenexperte.

Wer diese Tipps befolgt, kann sich schon bald über einen gesunden, gepflegten und vor allem gleichmäßig grünen Rasen freuen. 

Fazit: Eine Bodenanalyse Ihres Rasens können Sie entweder selber machen oder vom Experten durchführen lassen. Kostenlos sind beide Methoden nicht, denn im einen Fall brauchen Sie das passende Gerät, um den ph-Wert zu bestimmen, im anderen zahlen Sie für die Auswertung der Bodenprobe im Labor. Doch Zeit- und Kostenaufwand lohnen sich, denn am Ende wissen Sie, was Ihrem Rasen fehlt und wie dieser wieder schön grün wird.