Ratgeber

Playlist

Ratgeber

Gartenteich anlegen: Anleitung für Gartenbesitzer

Ein Mini-See hinterm Haus – herrlich, finden viele Gartenbesitzer. Bauen lassen? Nicht nötig, denn auch in Eigenregie können Sie einen Gartenteich anlegen. Mit den richtigen Materialien, ein paar helfenden Händen und folgenden Tipps gelingt das Selfmade-Projekt ganz sicher. SAT.1 zeigt, wie’s geht.

11.08.2011 17:55 | 18:14 Min | © kabel eins

Gartenteich anlegen: Flach- und Tiefwasserzone bauen

Wer keinen Miniteich anlegen möchte, sondern nach dem Motto „ganz oder gar nicht“ lebt, für den ist ein Gartenteich ein tolles DIY-Projekt. Haben Sie schon eine Stelle dafür im Auge? Dann markieren Sie diese und legen Sie zunächst eine Flachwasserzone an – diese sollte etwa einen halben Meter tief sein. Achten Sie darauf, dass der Teichrand überall gleich hoch ist. Genauso wichtig: eine Tiefenzone – im Grunde nichts weiter als ein tiefes Loch innerhalb der Flachwasserzone, die ausreichend vom flachen Bereich abgegrenzt ist. Diese sollte 1,5 bis 2 Meter tief sein, damit sich dort immer kühles Wasser befindet. Der Vorteil einer Tiefenzone: Hier wird der Sauerstoff gespeichert.

Teichumrandung selber bauen

Der nächste Arbeitsschritt, wenn Sie einen Gartenteich anlegen möchten: die Teichumrandung. Diese sollte rund 25 Zentimeter über den Teichrand ragen und damit über Gartenniveau liegen, sodass kein Schmutz hineingespült werden kann. Hierfür Pfosten aus hartem Tropenholz zurechtsägen. Dann mit einem Erdbohrer die Löcher für die Pfosten bohren – einmal rundrum. Schließlich die Pfosten hineinstecken, die Höhe mit der Wasserwage noch einmal kontrollieren und nachjustieren – damit die Teichumrandung wirklich überall gleich hoch ist. Nun werden die Pfosten mit Querlatten verbunden – hier kommt ein Akkubohrer zum Einsatz.

Den Teichboden auslegen

Ganz wichtig für alle DIY-Teichbauer: Wurzelschutzflies für den Teichboden, denn das Flies verhindert, dass keine Wurzeln Richtung Wasser wachsen. Ist der Teichboden komplett ausgelegt, kommt Teichfolie zum Einsatz. Möchten Sie einen Gartenteich anlegen, ist das der schwierigste Teil, denn je nachdem, wie groß Ihr Mini-See werden soll, kann die Folie ganz schön schwer werden. Der Clou: Sie muss aus einem Stück und am besten aus hochwertigem Kautschuk sein, damit kein Wasser aus dem Teich hinauslaufen kann. Hier müssen viele Hände mit anpacken, um die Folie auszulegen.

Gartenteich anlegen: Die Kiesschicht

Die Folie liegt? Dann gönnen Sie sich eine kleine Pause, denn gleich wird’s nochmal anstrengend, wenn der Kies in den Teich gekarrt werden muss – etwa zehn Zentimeter in Flach- und Tiefwasserzone. Der Kies bildet eine Filterschicht, durch die organische Substanzen hindurchfallen und sich in Ruhe zersetzen können. Tipp: Je feiner der Kies, desto größer die Fläche, die er für die Ansiedlung von Mikroorganismen bildet. Nun können Sie die Tiefenzone schon einmal mit Wasser fluten.

Filter einbauen und Pflanzen einsetzen

Um Giftstoffe im Teich abzufangen, kommen Filter aus Zeolithen und Blähtongranulat zum Einsatz. Diese werden gemischt, in sogenannte Filterkörbe gefüllt und an den Teichrändern aufgestellt. Stehen die Filter, können Sie sich den Wasserpflanzen widmen. Ein Muss für jeden Gartenteich: Seerosen. Diese sind jedoch sehr empfindlich, dürfen also nicht mit der Folie in Kontakt kommen. Sie brauchen ein Podest, bevor sie in die Tiefenzone des Teiches gesetzt werden. Nun die übrigen Pflanzen einsetzen, die Ränder mit Erde auffüllen und den restlichen Teich fluten. Last, but not least die Planken für die Teichumrandung zuschneiden, aufsetzen und verschrauben. Fertig!

SAT.1 Ratgeber auf Google Plus

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Fan werden