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Wohnen & Garten

Gartenweg anlegen: Ideen und Tipps

07.12.2012 • 17:15

Um Komposthaufen, Gartenhäuschen oder Hängematte erreichen zu können, braucht es Wege. Wer einen Gartenweg anlegen möchte, muss zwar etwas Zeit und Geld investieren, hat dafür aber hinterher mehr als einen Trampelpfad. Ob Sie Holz, Steine, Kunststoffgitter, Kies oder Mulch verwenden, liegt ganz bei Ihnen. SAT.1 Gartenexperte Walter Löffler stellt seine Ideen vor und gibt nützliche Tipps.

Kosten gering halten: Holzweg für Naturliebhaber und Sparfüchse

Wege werden bei der Gartengestaltung oft vernachlässigt, dabei schonen Sie den Rasen, können hübsch aussehen und lassen sich leicht anlegen. Einfach, schön und fast kostenlos ist die erste von insgesamt fünf Ideen, die Gartenexperte Walter Löffler präsentiert: ein Gartenweg aus Holzscheiben.

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Haben Sie noch etwas Holz über? Dann einfach in Scheiben schneiden und daraus einen Gartenweg anlegen.

Schneiden Sie dafür von einem Holzstamm Trittplatten in der gewünschten Dicke herunter, die Sie dann einfach als Weg auf dem Rasen verteilen – geringer Aufwand, geringe Kosten. Nachteil des naturbelassenen Holzweges: Durch die Witterung werden die Platten mit der Zeit rutschig. Auch empfiehlt es sich nicht unbedingt, barfuß über die Holzscheiben zu gehen, um Splittern vorzubeugen.

Edel und robust: Gartenweg anlegen aus Steinen

Besonders edel und witterungsbeständig dagegen sind Gartenwege aus Stein. Naturstein-Bruchplatten eignen sich am besten, wenn Sie einen Gartenweg anlegen möchten, da sie sich optisch schön in die natürliche Umgebung einfügen. Wichtig: Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Natursteinplatten frosthart sind.

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Im Gegensatz zu Holz besteht bei Natursteinplatten keine Rutschgefahr, wenn diese nass werden. Und sie sehen ebenso natürlich aus.

Wer einen Steinweg im Garten anlegen will, platziert die Platten zunächst so auf dem Rasen, wie sie vom Wegverlauf und vom Abstand zueinander am besten passen – kleinere Fehler in der Gestaltung lassen sich so notfalls noch korrigieren. Setzen Sie die Steinplatten erst danach tiefer in den Rasen. Dazu mit einem Spaten jeweils die Rasenfläche drumherum abstechen und das Grasnarbenstück anschließend mit einer Hacke aus dem Boden lösen. Ist die Erde eingeebnet, kann die Steinplatte in den Boden gesetzt werden. Fertig!

Ein Gehweg aus Kunststoffmatten

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Erst einmal kein Hingucker, doch nach einer Weile sind Kunststoffplatten komplett eingewachsen, sodass das unansehnliche Gitter nicht mehr zu sehen ist.

Eine weitere günstige und einfach umzusetzende Möglichkeit für einen Gartenweg ist ein Pfad aus Kunststoffgittern. Hierzu die Gummimatten wie Puzzleteile zusammenstecken und im Garten auslegen. Nach ein paar Wochen sind die Platten im Boden versunken und von Gras überwuchert. So ist von den Kunststoffgittern schon bald nichts mehr zu sehen.

Aus Rindenmulch einen Gartenweg anlegen: Anleitung und Tipps

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Rindenmulch ist ein echter Klassiker für den Gartenweg. Das Anlegen ist aber schon etwas aufwendiger. © Otto Durst - Fotolia

Wer einen Gartenweg anlegen möchte und für wen Holz, Stein oder Kunststoff nichts ist, der muss auf das DIY-Projekt natürlich nicht verzichten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gartenweg aus Rindenmulch? Hierfür die Erde auf dem Gartenweg in spe etwa zehn Zentimeter abtragen, den Boden mit einer Walze verdichten und am Rand des Weges auf beiden Seiten einen kleinen Graben ausheben. Nun mit Sand füllen und diesen festklopfen.

Bauen Sie den Rand des Weges mit Pflastersteinen auf, füllen Sie eventuelle Zwischenräume mit Sand auf und schütten schließlich den Mulch auf dem Weg aus. Dieser sollte den Rand etwas überragen, da er anschließend mit der Walze noch festgedrückt wird. Wichtig: Bei lehmigen Böden erst eine Schicht Kies, dann den Mulch auslegen und – so oder so – etwa alle zwei Jahre den Mulch erneuern.

Gartenweg anlegen aus Kies

Ebenso natürlich wie Rindenmulch, Holz und Co. wirken Kieswege. Anlegen können Sie einen solchen Pfad, indem Sie zunächst auf der markierten Fläche 35 Zentimeter Erde ausheben und mit Randsteinen drumherum für eine Begrenzung sorgen. Befüllen Sie den Weg nun mit 15 bis 30 Zentimetern Schotter und verdichten Sie ihn anschließend mit einem Flächenrüttler. Wer selbst keinen hat, einfach mal beim Nachbarn fragen oder sich im Baumarkt einen ausleihen.

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Sie können natürlich auch zwei Methoden miteinander verbinden und zum Beispiel einen Kiesweg anlegen und darauf noch Steinplatten platzieren. © Kalle Kolodziej - Fotolia

Nun ein paar Zentimeter Verlegesand aufbringen, erneut verdichten und ebnen. Dann kommen Bodenwaben zum Einsatz. Diese werden zugeschnitten, auf die Fläche gelegt und mit Kies befüllt. Der Kies sollte die Waben etwa zwei Zentimeter bedecken – dafür das Material mit der Rückseite einer Harke gleichmäßig verteilen. Fertig ist der Kiesweg, der übrigens selbst größeren Belastungen standhält: Fahrradfahren auf dem Weg ist also kein Problem.

Fazit: Wege im Garten schonen den Rasen und können ein echter Hingucker sein. Selber machen oder machen lassen? Das ist eine Frage des Geldes und der eigenen Geschicklichkeit. Wer einen Gartenweg anlegen möchte, muss sich aber erstmal entscheiden: Kiesweg, Platten aus Stein, Rindenmulch, Kunststoff oder doch Holz? Machen Sie das am besten von Ihrem persönlichen Geschmack abhängig und davon, was zum Rest des Gartens passt.

Weitere Ideen, wie Sie Ihren Garten gestalten können, gibt’s hier, im SAT.1 Ratgeber.