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Wohnen & Garten

Gemüsebeet anlegen: Das Hochbeet als SOS-Lösung

07.12.2012 • 17:15

Weg mit dem pestizidverseuchten Gemüse, bauen Sie stattdessen Ihr eigenes Grün im Garten an. Wie Sie ein Gemüsebeet anlegen, auch unter erschwerten Bedingungen wie einer Tiefgarage unterm Garten, verrät Ihnen der SAT.1 Ratgeber. Die Lösung schon einmal vorweg: ein Hochbeet.

Gemüsebeet anlegen: Das Hochbeet als Alternative

Wer ein Gemüsebeet anlegen möchte, aber wegen einer darunter liegenden Garage – oder weil die Bodenverhältnisse nicht stimmen – nicht so tief graben kann, muss sein Projekt nicht gleich über den Haufen werfen. Mit einem Hochbeet können Sie an vorgesehener Stelle trotzdem problemlos Ihr Gemüsebeet anlegen. Anstatt in die Tiefe zu graben, staffeln Sie nach oben und pflanzen das Gemüse oben hinein. Vorteil: Sie schonen Ihren Rücken, da Sie sich bei der Gartenarbeit nicht bücken müssen.

Auf die Ausrichtung achten

Ein Gartentipp vorweg: Das Beet sollte Richtung Süden ausgelegt sein. So wird das Grün den ganzen Tag über gleichmäßig besonnt. Die besten Jahreszeiten zum Anlegen des Gemüsebeetes sind das Frühjahr und der Herbst. Dann kann’s auch schon loslegen: Für das Hochbeet benötigen Sie allerlei Bretter als Rahmen. Gut geeignet: einfaches Fichtenholz. Das gibt es je nach Menge zu günstigen Preisen im Baumarkt. Schneiden Sie die Bretter mit einer Kreissäge auf die gewünschte Länge zu. Wichtig: Gestalten Sie das Hochbeet nicht zu groß, damit Sie später beim Ernten oder Unkrautjäten keine Probleme haben. Nun die einzelnen Bretter zu einem etwa 120 Zentimeter hohen Rechteck zusammenschrauben. Tipp: Hinterschrauben Sie das Holzgerüst abschließend mit Stützhölzern, um so für mehr Stabilität zu sorgen.

Hochbeet anlegen: Geschichtetes Kunstwerk

Typisch Hochbeet: verschiedene Laub- und Erdschichten, die für ein optimales Gedeihen des Gemüses sorgen. Bevor jedoch das schwarze Gold ins Hochbeet gefüllt wird, sollten Sie innen an den Wänden eine Folie anbringen, um Fäulnis zu verhindern. Legen Sie außerdem auf der gesamten Bodenfläche ein Gitter aus, sonst bedienen sich Wühlmäuse später womöglich an Ihrem mühevoll angelegten grünen Mahl. Damit der Hasendraht auch hält, diesen an den Wänden festtackern.

Nun sind die Schichten an der Reihe: Ganz nach unten kommen grobe Äste. So wird die zweite Schicht von unten gut belüftet. Legen Sie nun etwas Schnittgut auf, damit die Erde später nicht durchrieselt. Die zweite Schicht besteht aus Grünabfällen, gehäckseltem Strauchschnitt und Laub. Die dritte und letzte Schicht setzen Sie aus Blumen- und Gartenerde zusammen. Die einzelnen Schichten sollten dabei jeweils etwa gleichmäßig hoch sein.

Gemüse pflanzen: Tipps

Jetzt kommt der schöne Teil: das Pflanzen. Welches Gemüse in Ihrem hochgestellten Garten Eden gedeiht, können Sie nach Gusto entscheiden. Beachten Sie jedoch die optimale Pflanzfolge. Im ersten Jahr sollten Sie am besten Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf setzen. Dazu gehören zum Beispiel Gurken, Tomaten, Zucchini, Lauch, Kohl und Sellerie. Achten Sie auf gute Nachbarschaften, einige Gemüsesorten stehen nämlich in Konkurrenz miteinander und hindern sich gegenseitig am Wachsen. Informieren Sie sich hierzu am besten beim Kauf der Samen im Fachmarkt.

Auch gut fürs Hochbeet geeignet: Kräuter. Pflanzen Sie diese ruhig neben Karotten und Co., um für mehr Abwechslung zu sorgen. Während des ersten Jahres ist es meist nicht notwendig zu düngen, denken Sie aber an eine ausreichende Wässerung. Füllen Sie in den Folgejahren das Pflanzbeet immer wieder mit Kompost auf, bevor Sie erneut pflanzen. Nach etwa sechs Jahren wird es Zeit für eine komplett neue Aufschichtung.