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Pflanzen kaufen: Verkaufstricks der Gartencenter

Frühlingszeit ist Pflanzenzeit. Der Beschaffungsort der bunten und duftenden Blumenschar: das Gartencenter. Doch halt: Bevor Sie Pflanzen kaufen, sollten Sie die Verkaufstricks der angeblichen Blumenoase kennen. Denn nicht alles, was als Rabatt ausgegeben wird, ist auch tatsächlich ein Rabatt. Tipps für den Einkauf, hier, im SAT.1 Ratgeber.

27.08.2013 09:00 | 7:44 Min |

Der XXL-Einkaufswagen-Trick

Die Manipulation des Kunden beginnt bereits, bevor Sie einen Fuß ins Gartencenter setzen, weiß Professor Florian Becker, Wirtschaftspsychologe und Aufdecker der Verkaufstricks der Märkte. Riesige Einkaufswagen reihen sich vor dem Laden auf, von kleinen Wagen keine Spur. So sollen die Kunden dazu animiert werden, unbewusst mehr einzukaufen.

Lockangebote vor dem Gartencenter

Immer noch keinen Schritt in den Laden gesetzt, lauert schon der nächste Verkaufstrick: der begrünte Bereich vor dem Gartencenter. Hier steht nichts zufällig. Bereits draußen können Sie günstige Pflanzen kaufen, das verspricht: Drinnen gibt’s noch mehr! Es lohnt sich also, einzutreten. Der positive Eindruck wird verstärkt durch die üppige Blumenschar vor dem Laden.

Angenehme Atmosphäre

Im Pflanzencenter angekommen, fühlen Sie sich wie in einer anderen Welt. Warmes Tageslicht, Vogelgezwitscher, Wasserfallgeplätscher – all das gehört zur Verkaufsstrategie des Marktes dazu. Sie fühlen sich in eine Art Urwald gebeamt, stellen sich auf die Pflanzenwelt ein, der Einkauf ist stressfrei – ideale Voraussetzungen zum Geldausgeben.

Pflanzen kaufen: Nicht von Rabatten blenden lassen

Wer Pflanzen kaufen möchte, freut sich natürlich über Rabatte. Doch steckt überall Rabatt drin, wo Rabatt draufsteht? Viele Hersteller drucken Preise aus, die die Ware nie hatte, einfach um Ihnen als Kunden zu suggerieren, der jetzige Preis sei billig. Die Orchideen haben vorher angeblich 12,95 Euro, jetzt nur noch 9,95 Euro? Von wegen! Der Preis hat sich überhaupt nicht geändert.

Psycho-Trick: Gebrochene statt runde Preise

Nächster Verkaufstrick im Gartencenter – als auch in Supermärkten und Co.: Es gibt kaum runde Preise. Warum bestehen so viele Hersteller auf die 99 Cent? Auf den einen Cent kommt es auch nicht mehr an, oder doch? Ja, denn Sie werden psychologisch ausgetrickst. 24,99 Euro mutet deutlich günstiger an als 25 Euro, auch wenn nur 1 Cent Unterschied zwischen den Preisen liegt. Außerdem verlieren Sie bei gebrochenen Preisen leichter den Überblick und kaufen unter Umständen mehr ein, als Sie beabsichtigt haben.

Pflanzen kaufen: Angebote genau durchlesen

Damit der Schummeltricks noch längst nicht genug. Viele Angebote beziehen sich nicht auf das Gesamtpaket. So können Sie vielleicht eine Topfpflanze für 8,99 Euro erwerben, doch müssen Sie für den Übertopf, in welchem, die Pflanze bereits platziert ist, extra zahlen. Damit es keine bösen Überraschungen an der Kasse gibt: das Angebot genau durchlesen, auch das Kleingedruckte.

Der Trick mit den Rennbahnen

Alle Wege ablaufen, ohne es zu merken – dafür sorgen die sogenannten Rennbahnen im Gartencenter. Als solche werden die Hauptwege im Laden bezeichnet, die an der attraktivsten Lockware vorbeiführen. Abkürzungen zu nehmen, ist oftmals nicht möglich, da die Strecken Wie ein Labyrinth miteinander verbunden sind. Das Ziel: Unterwegs zur gewünschten Ware entdecken Sie weitere Frühlingsblumen und Co., die Sie ebenfalls kaufen.

Mit den Sinnen einkaufen?

Blumen zu kaufen kann eine wahre Sinneserfahrung sein – Rosen und Co. sehen nämlich nicht nur schön aus, sie versprühen auch einen zauberhaften Duft. Die wohlriechenden Nasenverwöhner sorgen dafür, dass Sie wacher sind, und wecken womöglich positive Emotionen – Grund genug, zuzugreifen.

Weitere Tipps, worauf Sie achten sollten, wenn Sie Pflanzen kaufen möchten, sehen Sie im SAT.1 Video.

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