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Wohnen & Garten

Rasenpflege von Frühjahr bis Herbst: Rasen mähen & Co.

22.10.2012 • 00:00

Wer einen schönen Rasen haben will, muss auch etwas dafür tun! Rasenpflege ist das Zauberwort. Wie Sie den grünen Teppich von Frühjahr bis Herbst auf Vordermann bringen und er ansehnlich bleibt, verrät Ihnen der SAT.1 Ratgeber. Fachmann der grünen Stunde: Klaus Schuster-Woldan.

Den Rasen mähen, aber richtig!

Ohne regelmäßiges Stutzen kein schönes Grün: Rasenmähen ist wichtiger Bestand...
Ohne regelmäßiges Stutzen kein schönes Grün: Rasenmähen ist wichtiger Bestandteil in puncto Rasenpflege. © Pixabay

Regelmäßiges Rasenmähen ist das A und O für schönes, gepflegtes Grün. Mindestens einmal wöchentlich sollte das Gras auf eine Schnitthöhe von vier Zentimetern gekürzt werden. Wächst das Gras schneller, ruhig auch häufiger. Das regelmäßige Rasenmähen nach dem Winter sorgt dafür, dass sich die Gräser an der Basis verzweigen und zu einer dichten Rasenfläche wachsen.

Rasenpflege von Frühjahr bis Herbst: Schnitthöhe berücksichtigen

Achtung: Die Schnitthöhe sollte möglichst nicht unterschritten werden, denn das würde das Wachstum von Moos und Unkraut fördern. Bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer könnte zudem die empfindliche Grasnarbe verbrennen. Einzige Ausnahme: der jährliche Radikalschnitt im Frühjahr.

Unkraut im Rasen entfernen

Mit dem passenden Gartengerät sind selbst lästige Gartenarbeiten wie Unkrautj...
Mit dem passenden Gartengerät sind selbst lästige Gartenarbeiten wie Unkrautjäten schnell erledigt. © schulzie - Fotolia

Unkraut im Rasen ist des Hobbygärtners Graus. Um das unliebsame Grün loszuwerden, sollten Sie das Übel an der Wurzel packen, sprich: die Pflanze samt Wurzel entfernen. Nur so verhindern Sie, dass die unerwünschte Pflanze wiederkommt. Wenn das Unkraut doch wieder auftaucht: Nicht verzagen! Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals. Mit der Zeit wird das Kraut nicht mehr nachwachsen. Pfahlwurzler wie der Löwenzahn oder die Distel werden am besten mithilfe eines Wurzelstechers aus dem Boden ausgestochen, damit keine Pflanzenreste in der Erde zurückbleiben.

Unkraut entfernen mit dem Vertikutierer

Der Vertikutierer ist ein besonders wertvolles Hilfsmittel bei der Rasenpflege, denn mit diesem können Sie unerwünschtes Unkraut, Moos und abgestorbene Gräser aus dem grünen Teppich im Nu entfernen. Der Vorteil, wenn Sie Ihren Rasen vertikutieren: Er wird gut durchlüftet und der Boden aufgeraut – die ideale Vorbereitung auf den Dünger. Doch eins nach dem anderen.

Rasenpflege: Schritt für Schritt

1. Die Rasenpflege beginnt mit der Frühjahrsdüngung im März oder April. Wie Sie Ihren Rasen düngen, erfahren Sie weiter unten. Nach der Nährstoffzugabe trimmen Sie den Rasen mit einem Mähroboter oder einfachen Rasenmäher auf Normalhöhe, also etwa vier Zentimeter.

Vergessen Sie im Frühjahr auch das Vertikutieren nicht. So kommt Luft an den...
Vergessen Sie im Frühjahr auch das Vertikutieren nicht. So kommt Luft an den Boden. © dpa - picture alliance

2. Sobald Sie den Rasen ein zweites Mal mähen, am besten etwa zwei Wochen nach der Düngung, können Sie ihn vertikutieren. Die Gräser sind jetzt optimal mit Nährstoffen versorgt, sodass die Spuren des Vertikutierens nach wenigen Wochen nicht mehr zu sehen sind. Warten Sie besser nicht zu lange damit.

3. Der Mai ist häufig bereits warm und trocken, sodass Sie den Rasen zusätzlich bewässern müssen, damit sich die Grasnarbe wieder schließen kann. Sie sehen, auf die richtige Reihenfolge kommt es an: erst den Rasen düngen, dann mähen und erst danach vertikutieren. So geht Rasenpflege richtig.

Rasen düngen: Hilfreiche Tipps

Zum Schluss den Rasen noch ordentlich wässern, um die Spuren des Vertikutiere...
Zum Schluss den Rasen noch ordentlich wässern, um die Spuren des Vertikutierers zu verwischen. © Pixabay

Zweimal jährlich – im Frühjahr, zu Beginn der Gartensaison, und im Herbst – sollte der Rasen mit Langzeitdünger gedopt werden. Durch den Dünger erhält der Boden wichtige Nährstoffe, die das Gras zum Wachsen benötigt. Außerdem verhindert der Dünger, dass sich Unkraut und Moos im Rasen breitmachen. Gegen kahle Stellen im Rasen hilft nur regelmäßiges Nachsäen mit einer speziellen Samenmischung.

Fazit: Ein schöner Rasen sieht nicht von allein gut aus. Er braucht jede Menge Pflege – und das nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Sommer und Herbst. Dazu gehören regelmäßiges Rasenmähen, Düngen, Unkrautjäten und Vertikutieren. Die Arbeit lohnt sich aber.