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Wohnen & Garten

Regenwasser sammeln mit Fallrohr, Regentonne oder Tank?

22.10.2012 • 00:00

Mit einem Regenwasserspeicher im Garten lassen sich nicht nur bares Geld und kostbares Trinkwasser sparen. Wenn Sie Regenwasser sammeln, schonen Sie auch die Umwelt. Welche Möglichkeiten es gibt und wie Sie so ein Wasserspeichersystem selber bauen, verrät der SAT.1 Ratgeber.

Regenwasser sammeln: Umweltschonend und sparsam

Leitungswasser ist praktisch, weil es im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen aus dem Wasserhahn schießt. Aber gerade in den Sommermonaten brauchen Gartenbesitzer zur Bewässerung von Blumen, Pflanzen und Rasen jede Menge davon – und das kann ordentlich ins Geld gehen.

Eine in mehrfacher Hinsicht günstige Alternative ist die Gartenbewässerung mit Regenwasser. Das gibt es schließlich gratis. Sie sparen aber nicht nur Trinkwasser, sondern schonen auch noch die Umwelt, weil damit die Kanalisation entlastet wird.

Regenwasser: Perfekt für Blumen und Gartenpflanzen

Regenwasser ist nicht nur deshalb zur Bewässerung von Blumen und Gartenpflanzen perfekt geeignet, weil es einfach so vom Himmel fällt, sondern vor allem, weil es den Blumen und Pflanzen gut tut. Leitungswasser kann je nach Region viel Kalk enthalten, was vor allem empfindlichen Blumen wie Rhododendren nicht gut bekommt. Auch die enthaltenen Konservierungszusätze Chlor und Ozon vertragen viele Pflanzenarten nicht.

Regenwasser sammeln: Diese Möglichkeiten gibt es

Möchten Sie als Haus- und Gartenbesitzer Regenwasser sammeln, soll das möglichst schnell und einfach gehen. Sie können natürlich eine unterirdische Zisterne selber bauen und so das Regenwasser auffangen, diese Methode ist jedoch mit viel Aufwand verbunden. Besser: eine Regentonne, die unter die Regenrinne gestellt werden kann.

Wer einen großen Garten hat oder Toilette und Waschmaschine mit Regenwasser nutzen möchte, stellt draußen oder im Keller hingegen einen großen Wassertank auf. Der ist zwar nicht schön, bietet aber jede Menge Platz. Für welches System Sie sich entscheiden, hängt also davon ab, wofür Sie das Wasser einsetzen möchten.

Schnell und einfach: Regenspeicher bauen

Zum Auffangen von Regenwasser fürs Blumengießen genügt eine einfache Regentonne. Wie Sie sich ein solches Wasserspeichersystem anlegen können? Damit sich keine Blätter in der Regenrinne und dem Fallrohr sammeln, bringen Sie zunächst ein Laubgitter an der Dachrinne an. Das lässt sich ganz einfach auf die gewünschte Länge und Breite zuschneiden und mit Clips an der Regenrinne montieren.

Nun kann der Regensammler in das Fallrohr eingesetzt und über einen Schlauch mit der Regentonne verbunden werden – so geht in Zukunft kein Regentropfen mehr daneben. Um das Fass oder vielmehr die Regentonne nicht zum Überlaufen zu bringen, ist außerdem ein Überlaufstopp notwendig. Dieser leitet überschüssiges Wasser in die Kanalisation.

Tipp: Um zu verhindern, dass sich Mückenlarven oder Algen in der Regentonne bilden, einfach die Tonne mit einem Deckel abdecken.