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Wohnen & Garten

Unkraut jäten: Löwenzahn & Co. aus dem Garten verbannen

22.10.2012 • 00:00

Sie sollten den Feind kennen, wenn Sie Unkraut jäten. Nicht jede Art ist wirklich schädlich für Ihren Garten. Mithilfe eines Lexikons oder Experten können Sie leicht Ihr Unkraut bestimmen. Wie Sie das lästige Grünzeug loswerden, erfahren Sie hier.

Unkraut: Was ist das eigentlich?

Es wächst überall, vermehrt sich unaufhaltsam und ist einfach nicht kaputt zu kriegen: Unkraut. Aber was ist das eigentlich? Als Unkraut bezeichnet man im Grunde Pflanzen, die unerwünscht in Blumenbeeten zwischen Kulturpflanzen sprießen. Zu den Unkrautarten gehört neben dem Löwenzahn, der Distel und dem Hirtentäschel auch die Akelei, die aber alles andere als hässlich ist. Es ist also mehr oder weniger Geschmackssache, ob Sie das Unkraut jäten oder in Ihrem Garten lassen.

First step: Unkraut bestimmen

Bevor Sie das Unkraut vernichten, ist es also wichtig, zu erkennen, um welche Arten es sich handelt. Das klingt komplizierter, als es tatsächlich ist. Um Ihr Unkraut bestimmen zu können, brauchen Sie oftmals nur ein gutes Gartenlexikon. Mit vielen Bildern sind die Gewächse dort aufgelistet und Sie können schnell entscheiden, um welche Pflanze es sich handelt. Besonders praktisch: Haben Sie das Lexikon erstmal zur Hand, können Sie auch gleich schauen, welche Eigenschaften Ihr Zielobjekt hat. Wenn Sie korrekt Ihr Unkraut bestimmen, lässt sich daraus womöglich noch ein leckerer Salat zaubern – denn viele der unliebsamen Gewächse sind verzehrbar, zum Beispiel Löwenzahn, Franzosenkraut und Vogelmiere.

Warum überhaupt Unkraut entfernen?

Sie müssen dringend Unkraut jäten und haben keine Lust? Verständlich, denn das ist wirklich eine unliebsame Arbeit, die aber leider getan werden muss. Denn werden die unerwünschten Pflanzen nicht entfernt, können sie den Blumen wichtige Nährstoffe, Licht und Wasser nehmen, sodass deren Wachstum gebremst wird. Teilweise breiten sich Unkräuter auch so stark aus, dass sie die Kulturpflanzen aus dem Garten nahezu verdrängen.

Unkraut jäten – so geht’s

Da viele Unkräuter flachwurzelnde Gewächse sind, genügt es hier, die Pflanzen ganz dicht über dem Boden zu zupfen. Am einfachsten geht das nach dem Regen, wenn die Erde aufgeweicht ist. Bei trockenen Böden empfiehlt der Experte, mit einer Gartenkralle oder Unkrauthacke zu arbeiten. Damit lässt sich die Erde gut auflockern, sodass das Gewächs anschließend nur noch aufgesammelt werden muss.

Wenn Sie Ihr Unkraut bestimmen und merken, dass es sich um einen Tiefwurzler handelt, greifen Sie zum Unkrautstecher. Er gelangt tief genug in den Boden, um alle Wurzeln zu erwischen. Der vom Unkraut befreite Boden sollte anschließend mit Rindenmulch bedeckt werden – das verhindert das neue Austreiben aus alten Wurzeln und dass Sie in wenigen Wochen schon wieder Unkraut jäten müssen.

Aus Fugen Unkraut entfernen

Wer auf der Garagenauffahrt oder auf der Terrasse mit Moos oder anderem Unkraut zwischen den Fugen zu kämpfen hat, dem rät der Experte, dieses mit einem speziellen Fugenkratzer, den es für ein paar Euro im Gartencenter gibt, zu entfernen. Ebenfalls nützlich – vor allem gegen blättriges Unkraut – ist ein gasbetriebener Unkrautbrenner. Hiermit lässt sich das Unkraut gleich mitsamt den Samen mühelos abflammen.

Damit sich das unerwünschte Grünzeug auch in Zukunft nicht in Blumenbeeten oder zwischen Steinplatten breit macht und vermehrt, rät der SAT.1 Gartenexperte, sich einmal wöchentlich ans Unkraut-Jäten zu machen – so hat das unerwünschte Gewächs keine Chance mehr!

Sie wollen Ihr Moos im Rasen loswerden? Im SAT.1 Ratgeber erfahren Sie, wie's geht.