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Zeitumstellung und kurze Tage im Herbst

Im Herbst verändern sich nicht nur die Temperaturen, unsere Tage werden auch deutlich kürzer. In diesem Zusammenhang steht Ende Oktober auch die Zeitumstellung an: Wir drehen die Uhr um eine Stunde zurück. Aber warum das alles?

20.09.2012 10:00 | 2:46 Min | © Sat.1

Die Zeitumstellung im Herbst soll Energie sparen

Im Frühling und Sommer richten wir unser Leben nach der Sommerzeit aus, im Herbst und Winter gibt die Winterzeit den Ton an. Aber warum ist das so? Wie im Video erläutert wird, ist unsere Normalzeit die Winterzeit. Erst 1980 wurde die heute gültige Umstellung auf Sommerzeit in den Sommermonaten eingeführt. Allerdings gab es in der Zeit vor 1950 bereits mehrere Sommerzeiten. Mit der Zeitumstellung in den achtziger Jahren sollte ursprünglich die Einsparung von Energie bezweckt werden. Grund hierfür war eine Knappheit bei der Kohle, die zum Heizen und zur Energiegewinnung genutzt wurde. Das Tageslicht sollte optimal genutzt und dadurch Strom eingespart werden. Die Rechnung ging allerdings nicht auf: Durch das frühere Aufstehen nach der Zeitumstellung auf Sommerzeit, wird vor allem in den kühlen Monaten März, April und Oktober am Morgen mehr geheizt. Damit wird die Einsparung an Elektrizität durch höhere Heizkosten aufgehoben - was letztlich keinen Effekt auf den eigenen Geldbeutel hat. Dennoch wird bisher an der Regelung festgehalten: In der Nacht zum 27. Oktober kehren wir wieder zur Normalzeit zurück und stellen die Uhr von drei Uhr nachts auf zwei Uhr zurück. Ein Vorteil: Wir dürfen in dieser Nacht eine Stunde länger schlafen oder können die zusätzliche Stunde kreativ nutzen. Zum Beispiel für eine schnell gebastelte Laterne zu Sankt Martin oder um einen leckeren Zwiebelkuchen zu backen.

Warum werden die Tage im Herbst kürzer?

Die Idee der Zeitumstellung wurde also aus den Veränderungen der Tageslänge im Jahresverlauf heraus geboren. Aber warum gibt es diese Variationen? Warum sind unsere Tage im Herbst und Winter so viel kürzer als im Frühling und Sommer? Das liegt an der Neigung der Erdachse. Sie steht schräg zur Sonne. Im Verlauf eines Jahre dreht sich die Erde nicht nur fortlaufend um sich selbst, sondern auch einmal um die Sonne. Durch ihre Neigung und ihre Position zur Sonne in den Herbst- und Wintermonaten fällt weniger Sonnenlicht auf die Nordhalbkugel. Die Folge: Unsere Tage werden im Herbst kürzer. Auf der Südhalbkugel herrscht in diesen Monaten Frühling und Sommer und die Tage werden wieder länger. Interessante Fakten zur Zeitumstellung im Herbst sind in unserem Ratgebervideo zusammengefasst, eine anschauliche Animation zeigt dabei ab 02:12, wie die Schiefstellung der Erdachse unsere Jahreszeiten beeinflusst.

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