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Wohnen & Garten

Balkonverkleidung: Holz statt Glas, Alu und Co.

22.10.2012 • 00:00

Urlaub auf Balkonien? Keine wirkliche Erholung, wenn von der Balkonverkleidung das Holz verwittert oder der Lack ab ist. In diesem Falle sollte eine neue Verkleidung her. Mit den SAT.1 Handwerker-Tipps ist die Arbeit im Handumdrehen erledigt.

Balkonverkleidung: Holz, Glas oder doch lieber Alu?

Eine Balkonverkleidung aus Holz wirkt nicht nur besonders natürlich und passt sich optisch der übrigen Hausfassadengestaltung an, sondern lässt sich auch, was die Oberfläche betrifft, ganz unterschiedlich behandeln. Ob rau, lasiert, gehobelt oder farbig gestaltet – Sie haben die Qual der Wahl. Wichtig bei der Wahl der richtigen Holzbretter für die Balkonverkleidung: Das Holz muss witterungsbeständig sein, damit es auch nach vielen Jahren noch schön aussieht und nicht von Pilzen, Holzschädlingen und Insekten angegriffen wird. Äußerst robust und dabei noch preisgünstig sind zum Beispiel Kiefern- und Douglasienholz.

Weniger Pflege bedürfen hingegen Verkleidungen aus Alu. Dank ihrer Pulverbeschichtung und ihrer flexiblen Einsetzbarkeit sind Sie besonders beliebt, passen aber optisch nicht zu jedem Haus. Stahlbeton hingegen sieht nicht nur gewöhnungsbedürftig aus, beim Balkonbau mit diesem Material müssen Sie außerdem darauf achten, dass keine Wärmebrücken entstehen. Glas wiederum hat den Vorteil einer modernen Optik. Es lässt Flächen größer wirken und ist ein idealer Windschutz. Je nach Größe und gewünschter Funktion kann eine Balkonverglasung allerdings bis zu mehreren tausend Euro kosten.

Balkon verkleiden – Schritt 1

Bevor das Metallgestänge des Balkons neu lackiert werden kann, muss es mithilfe einer Drahtbürste von altem Lack und Rost befreit werden. Größere Roststellen werden mit der Flex und einer Lamellenscheibe bearbeitet und blanke Metallstellen anschließend mit einem Rostschutzgrund bepinselt. Damit der neue Lack gut hält, rauen Sie nicht entfernte Lackreste noch mit einem Schleifpapier auf.

Zum Lackieren der Metallträger verwenden Sie einen Kunstharzlack, der nach der Beschaffenheit des Untergrunds ausgesucht wird. Eine Lackschicht reicht dabei völlig.

Balkon verkleiden – Schritt 2

Mit einer Stichsäge bringen Sie die Holzlatten für den Balkon auf die richtige Länge und schrägen die Oberkante mit einem Hobel leicht an – so kann Regenwasser gut ablaufen. Eine Holzlasur, die anschließend aufgepinselt wird, verlängert die Haltbarkeit des Holzes und sorgt zusätzlich dafür, dass die Bretter Wind und Wetter gut standhalten. Wichtig: Die farbliche Gestaltung der Holzbretter sollte nicht aus dem Rahmen fallen, sondern passend zu den anderen Balkonverkleidungen des Hauses gewählt werden.

Beim Anbringen der Holzlatten helfen Distanzhölzer, die rechts und links unter das Brett geschoben werden, die richtigen Abstände zwischen den Brettern einzuhalten – ganz ohne lästiges Ausmessen. Schraubzwingen sorgen dafür, dass sich das Brett beim Bohren nicht verschieben kann. Schließlich werden die Bretter mit Schlossschrauben an den Metallträgern des Balkons fixiert. Fertig ist die neue Balkonverkleidung aus Holz und der Sommer auf Balkonien kann kommen! Sollten Ihnen noch die passenden Balkonmöbel fehlen, dann wird es höchste Zeit sich umzuschauen.

Der Balkon ist aus Holz? Was liegt da näher, als sich auch eine Holzterrasse selber zu bauen. Wie das geht, erfahren Sie im SAT.1 Ratgeber.