Wie so oft, wenn es Streit gibt, geht es um Geld - um sehr viel Geld. Im unterfränkischen Stettfeld streiten sich 104 Holzrechtler mit der Gemeinde. Erstgenannte bewirtschaften den Gemeindewald. Das Holz, das sie gefällt haben, gehört per Holzrecht ihnen. Hier allerdings liegt die Crux begraben, denn das Holzrecht wurde vor rund 500 Jahren von Fürst-Bischof Julius Echter auf die Eigentümer der Häuser im Altort übertragen. Eine Neuauflage aus dem Jahr 1901 erlaubt ihnen, sowohl die Äste als auch die Baumstämme für sich zu nutzen und damit Handel zu treiben. Das Hartholz ist begehrt und eine lukrative Einnahmequelle.

Die Gemeinde will nun an dem Holzverkauf der Holzrechtler mitverdienen und hat ihnen deshalb den Holzhandel verboten. Die Rechtler wollen sich davon allerdings nicht beirren lassen und führt den lukrativen Handel fort. Die Gemeinde war schon einmal vor Gericht gezogen. Das Landgericht Würzburg hatte damals zugunsten der Holzrechtler entschieden. Jetzt ziehen die beiden Parteien in die nächste gerichtliche Instanz. Dann wird der bayerische Verwaltungsgerichtshof endgültig über den Holzstreit von Stettfeld entscheiden.

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