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Auch wenn die Bilder schlimm sind - so muss man doch von Glück im Unglück sprechen, was einer jungen Familie in der Nacht auf Donnerstag im mittelfränkischen Gunzenhausen widerfahren ist - denn sie hat überlebt. Um kurz nach Mitternacht wurde die Mutter auf ein Feuer im Dachgeschoss ihres Einfamilienhauses aufmerksam. Sofort eilte sie zu ihren circa drei und sechs Jahre alten Kindern, riss diese aus dem Schlaf und rannte mit ihnen ins Freie. Als sie endlich auf der Straße stand, erblickte sie bereits erste Flammen, die aus dem Dachstuhl schlugen.

Nur wenige Minuten später stand das Gebälk bereits vollends in Flammen. Die Feuerwehr, die mit zahlreichen Kräften vor Ort war, baute zügig einen Löschangriff auch über die Drehleiter auf. Dennoch konnten die Kameraden nicht verhindern, dass der Brand auch auf das erste Obergeschoss übergriff und dieses komplett zerstörte. Über mehrere Strahlrohre löschten die Wehrleute den Brand und verhinderten zumindest, dass auch das Erdgeschoss vernicht wurde. Dennoch ist der Schaden enorm, das Gebäude unbewohnbar geworden.

Nachbarn kümmerten sich um die Familie, die auch vom Rettungsdienst noch einmal versorgt wird. Alle kamen mit einem großen Schrecken, aber äußerlich unverletzt davon. Dies hatten sie anscheinend auch Schutzengeln zu verdanken, die über sie wachten - und dem Familienhund, der anschlug. Denn hätte auch die Mutter geschlafen, wären die Folgen möglicherweise weitaus dramatischer gewesen.

Rauchmelder waren zwar, wie die Feuerwehr berichtete, in dem Haus installiert. Es ist jedoch unklar, ob dies auch im Obergeschoss der Fall war. Sie sind in Bayern bereits ab Jahresende Pflicht. Was das Feuer letztendlich auslöste, ist noch zu klären. Fest steht bislang nur, dass es im Dachgeschoss ausbrach, in dem wohl auch eine Sauna installiert war.

Insgesamt kämpften rund 100 Kameraden gegen den Brand. Die Kriminalpolizei rückte noch in der Nacht an, um erste Ermittlungen zur Brandursache aufzunehmen. Der Sachschaden wird auf 150.000 Euro beziffert.

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