Pflegekräfte in Bayerns Kliniken stoßen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in den Nachtschichten an ihre Belastungsgrenze. Laut Hochrechnungen der Gewerkschaft fehlen in Krankenhäusern Nacht für Nacht etwa 2.850 Pfleger. "Personelle Unterbesetzung und Arbeitsüberlastung im Pflegedienst gefährden nicht nur die Gesundheit der Pflegekräfte, sondern sie stellen auch längst eine Gefährdung der Patienten dar", betonte der Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Soziales in Bayern, Robert Hinke. Insgesamt würden 21.000 zusätzliche Krankenhausmitarbeiter im Tages- und Nachtdienst benötigt.

Verdi fordert zum Tag der Pflege am 12. Mai bundesweite Mindeststandards, um der Personalnot in den Kliniken zu begegnen. Die bisherigen Pläne der Bundesregierung zu verbindlichen Untergrenzen gingen nicht weit genug. "Gehandelt werden muss sofort", kritisierte Hinke in einer Mitteilung. Von 2019 an soll das geplante Gesetz die "pflegesensitiven Bereiche" reglementieren.

Bei einer Kundgebung in Augsburg wollen Beschäftigte am Freitag auf den Notstand aufmerksam machen. Weitere Aktionen kündigte die Gewerkschaft für Juni an. (dpa)

Verantwortlich für den Inhalt:
Privatfernsehen in Bayern GmbH & Co. KG, Hollerithstraße 3, D-81829 München
vertreten durch die geschäftsführende Gesellschafterin:
Privatfernsehen in bayern Verwaltungs GmbH (persönlich haftend)
Handelsregister: Amtsgericht München, HRB 157767
USt.-IdNr.: DE 814453232
Kontakt: Tel. 089/204 007 0, E-Mail: info@sat1bayern.de
Programmaufsicht: Bayerische Landeszentrale für neue Medien
Chefredakteure: Harry Klein, Alexander Stöckl