Schon vor gut drei Jahren haben wir Landarzt Robert Altmann aus der Oberpfalz begleitet. An seiner Situation hat sich auch heute nichts geändert. Noch immer sucht er händeringend nach einem Nachfolger. Das große Problem: Kaum ein junger Arzt möchte eine Praxis auf dem Land, weit weg von den großen Städten übernehmen, trotz staatlicher Zuschüsse.

Die Altersentwicklung wird zum Problem

Nach Ansicht des Vorstandschefs der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Wolfgang Krombholz, ist diese Situation typisch für viele Teile des Freistaats. Er spricht von einer "besorgniserregenden Altersentwicklung". Mehr als ein Drittel der Hausärzte in Bayern sind älter als 60 Jahre und werden dementsprechend in den nächsten Jahren ihre Berufstätigkeit beenden. Zwar steigt die Zahl der Ärztinnen und Ärzte insgesamt von Jahr zu Jahr. Im Freistaat arbeiten heute rund ein Fünftel mehr Mediziner als noch vor zehn Jahren. Doch von den 414 Hausärzten, die im vergangenen Jahr in Bayern in den Ruhestand gegangen sind, haben nach Zahlen der KVB 87 zunächst keinen Nachfolger gefunden.

Auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml befürchtet immer größere Engpässe bei der Hausarztmedizin. Sie setzt auf eine Reform des Medizinstudiums mit dem Titel "Masterplan 2020". Die Reform sieht unter anderem vor, dass Nachwuchsmediziner während des Studiums mehr Erfahrung in Hausarztpraxen sammeln. Huml hofft, dass auf diese Weise mehr Berufsanfänger "neugierig werden und sagen: das ist genau mein Ding, das möchte ich machen". (dpa)

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