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Gaffer

Um Gaffer zu vertreiben, griff die Feuerwehr zu einer ungewöhnlichen Methode: Spontan setzte sie Wasser gegen Lastwagenfahrer ein, die Fotos und Videos von einem Unfall machen wollen. 

13.11.2017 12:04 Uhr
Gaffer nass gespritzt
© News5

Dem Feuerwehrmann, der Gaffer an einer Unfallstelle auf der A3 mit Wasser bespritzt hatte, droht derzeit kein Strafverfahren. Bislang habe keiner der betroffenen Lastwagenfahrer Strafanzeige gestellt, teilte die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Montag mit. Außerdem sieht die Behörde allein wegen der Medienberichterstattung über den Vorfall aktuell keinen Anlass, ein Verfahren von Amts wegen einzuleiten.

"Mit geringem Spritzdruck"

Auf den vorliegenden Bildern und Videoaufnahmen sei ersichtlich, dass die Gaffer "in der sehr langsam fahrenden Fahrzeugkolonne mit dem Schlauch mit geringem Spritzdruck besprüht worden" seien, hieß es. Das Wasser habe vor allem die geschlossenen Fenster der Beifahrerseite getroffen. Einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr könne die Behörde nicht erkennen.

Ordnungswidrigkeiten: Gaffer müssen zahlen

Nach einem schweren Unfall mit drei Toten bei Weibersbrunn im Landkreis Aschaffenburg am vergangenen Donnerstag hatte der Feuerwehrmann Lastwagen mit Wasser bespritzt, deren Fahrer Fotos und Videos machen wollten. Die Polizei hatte die jeweiligen Fahrer angehalten, Personalien festgestellt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die spontane Aktion des Feuerwehrmanns hatte die Polizei zuvor kritisiert. (dpa)

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