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Trotz schmerzender Füße muss ein Pfarrer laut einem Urteil des Amtsgerichts Nürnberg seine teuren Maßschuhe bezahlen. Aus orthopädischen Gründen hatte der Geistliche im Jahr 2016 bei einem Schuhmacher spezielle und elegante Schuhe im Wert von knapp 1700 Euro anfertigen lassen, die er auch zu seinem geistlichen Gewand tragen wollte, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte.

Schuh drückt - Pfarrer will Geld zurück

Nachdem er die Schuhe bezahlt hatte, verklagte der Geistliche jedoch den Schuhmacher und verlangte sein Geld zurück. Die Treter passten seiner Meinung nicht, seine Füße würden nach längerem Tragen schmerzen. Der Handwerker dagegen sagte, er habe genau Maß genommen und die Schuhe gemäß dem Rezept des Orthopäden gefertigt. Zudem müsse der Pfarrer die Schuhe erst einlaufen, da er ausdrücklich ein härteres Leder gewünscht habe.

Dabei hat er die Schuhe noch nicht einmal eingelaufen

Das Amtsgericht gab dem Schuhmacher Recht. Der Pfarrer habe auf die Frage, ob er die Schuhe denn eingelaufen habe, «keine hinreichende Antwort geben können», hieß es. Es sei offen geblieben, ob er die Schuhe nur für einige Stunden oder an mehreren Tagen getragen habe und welche Strecke er damit zurückgelegt habe.

Pfarrer scheitert mit der Klage

Der Kläger müsse den Mangel jedoch präzise beschreiben und auch Angaben dazu machen können, ob er die Schuhe genug eingelaufen hat. Das Urteil ist rechtskräftig.

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