Die Unentschlossenheit der Wähler vor der Bayerischen Landtagswahl wächst wenige Tage vor der Wahl noch weiter an: Jetzt erklären 53% der Befragten, ihre Wahlteilnahme und/oder Wahlabsicht sei unsicher. Damit hat die Unsicherheit seit Juli (damals noch 50% Unentschlossene) weiter zugenommen statt wie üblich vor der Wahl abzunehmen.

Auf eine Veröffentlichung der sogenannten „Sonntagsfrage“ verzichtet „17:30 SAT.1 BAYERN“ deshalb diesmal ganz bewusst: Angesichts von 53% der Befragten, die sich ihrer Wahlabsicht unsicher sind und angesichts von Parteien, die in Nähe der 5- Prozent-Hürde sind, könnte eine Veröffentlichung drei Tage vor der Landtagswahl als Wahlbeeinflussung per Umfrage missverstanden werden.

Große Unsicherheit gibt es bei den Bayern auch in der Frage, welche Koalitionsregierung für Bayern die richtige wäre, CSU und Freie Wähler oder CSU und Grüne: Auf die Frage: „Falls das Ergebnis der Landtagswahl sowohl eine ZweierKoalition der CSU entweder mit den Freien Wählern oder aber mit den Grünen zulassen sollte, was wäre Ihnen persönlich lieber: eine Koalition der CSU mit den Grünen oder eine Koalition der CSU mit den Freien Wählern?“ entschieden sich 37% für die CSU-Koalition mit den Grünen, 33% sind für die Koalition mit den Freien Wählern. Keine Koalition von beiden wollen 24%, 2% ist es egal (4% k.A.). Bei den CSU-Wählern sind 40% für eine Koalition mit den Freien Wählern, 38% für eine mit den Grünen.

Für eine Landtagswahl wird die Bayern-Wahl diesmal stark geprägt von der Bundespolitik: Auf die Frage: „Was spielt denn derzeit für Sie persönlich bei der Frage, ob Sie an der Landtagswahl teilnehmen und welche Partei Sie wählen würden, die größere Rolle: die Landespolitik oder die Bundespolitik?“ entscheiden sich zwar 52% für die Landespolitik aber auch 43% für die Bundespolitik (5% k.A.).

Dabei beeinflusst auch das derzeitige Erscheinungsbild der Großen Koalition in Berlin die Landtagswahl: „Die Art und Weise, wie CDU, CSU und SPD in der Großen Koalition in Berlin zusammenarbeiten“ ist für die Wahlentscheidung von 18% der Bayern „ganz entscheidend“, für weitere 35% „sehr wichtig“. „Das Verhalten von Horst Seehofer und der CSU in der Bundesregierung“ ist für 19% „ganz entscheidend“, für weitere 26% „sehr wichtig“. (Die Frage lautete: „Ich lese Ihnen jetzt einige Gesichtspunkte vor, die für die Frage, ob und welche Partei man bei der Landtagswahl wählt, eine mehr oder weniger große Rolle spielen können. Sagen Sie mir bitte jedes Mal, ob dies für Sie ganz entscheidend, sehr wichtig, weniger wichtig oder völlig unwichtig ist“).

Die Umfrage wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 BAYERN“ durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefonbefragung mit 1007 Befragten im Befragungszeitraum 4. bis 10. Oktober 2018.

Den gesamten Fragebogen finden Sie hier.

München, den 11. Oktober 2018

Jürgen Hofmann

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