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17:30 SAT.1 Bayern

Neue Infektionsstudie: Pollenflug erhöht Corona-Risiko

09.03.2021 • 17:30

Mehr Corona-Fälle durch Pollenflug? Das zeigt eine neue Studie der TU München. So beeinflussen Pollen die Corona-Infektion:

Mehr Corona-Fälle durch Pollenflug?

Fliegen die Pollen, steigen die Corona-Infektionen um bis zu 20 Prozent.
Kein Zufall, sagt eine neue Studie der Technischen Universität München.
Die Forscher haben Daten aus 31 Ländern ausgewertet.
Betroffen sind nicht nur Allergiker:

CLAUDIA TRAIDL-HOFFMANN, TU München:
"Grundsätzlich wird diesen Effekt jeder spüren, jetzt ist es aber so, dass wir natürlich unterschiedliche Empfänglichkeiten haben für Coronainfektionen, dass heißt also, diejenigen, die sowieso mehr das Risiko haben eine Coronainfektion zu erleiden, dass sind natürlich die, die diesen Effekt am meisten spüren werden."

Also zum Beispiel Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen.

Das Problem ist der körpereigene Abwehrmechanismus:
Wenn ein Virus an eine Zelle gelangt, sendet die Proteine aus. Die Botenstoffe alarmieren benachbarten Zellen und aktivieren die Abwehr. Sind viele Pollen in der Luft, funktioniert dieses System schlechter. Weil weniger Alarm-Proteine produziert und andere Zellen nicht gewarnt werden. Die Folge: Das Virus kann jetzt leichter Zellen infizieren.

CLAUDIA TRAIDL-HOFFMANN, TU München:
Wir glauben, dass es auch in diesem Jahr durchaus zu einem Effekt kommen kann, dass der Pollen die Viruspandemie weiter anfeuern kann."

Fliegen viele Pollen, empfehlen die Forscher, auch draußen FFP2-Masken zu tragen. Denn sie filtern  nicht nur Viren, sondern auch die Pollen.