Die CSU sinkt in der aktuellen Landtagswahl-Umfrage auf den schlechtesten Wert aller Zeiten. Die SPD liegt nur noch knapp vor der AfD. Wäre am Sonntag Landtagswahl, sähe das Ergebnis wie folgt aus: 37% CSU, 15% SPD, 14% AfD, 10% Grüne, 8% FDP, 7% Freie Wähler, 3% Linke, 6% Sonstige.

Bei der Frage nach der Wahlabsicht Bundestagswahl ergibt sich ein ganz ähnliches Bild. Gegenüber dem Ergebnis der Bundestagswahl sinkt die CSU noch einmal ab. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden die Bayern wie folgt abstimmen: 36% CSU, 15% SPD, 14% AfD, 11% Grüne, 9% FDP, 6% Linke, 4% Freie Wähler, 5% Sonstige.

Grund ist offenbar, dass die Partei total zerstritten wirkt: Auf die Frage: „Ist die CSU aus Ihrer Sicht derzeit einig und geschlossen oder eher zerstritten?“ sagen nur 11% „eher einig und geschlossen“ aber 83% „eher zerstritten“ (6% k.A). Auch 75% der CSU-Wähler sehen die Partei als zerstritten an. Gegenüber den bereits schlechten Oktober-Werten (77%: zerstritten) hat sich das CSU-Bild noch einmal deutlich verschlechtert. Konsequent ist es, dass nur noch eine kleine Minderheit in Bayern eine Alleinregierung der CSU will. Genauso abgelehnt wird aber auch eine Regierung ganz ohne CSU.

Auf die Frage: „Was wäre Ihnen persönlich am liebsten?“ entschieden sich nur 17% für eine Alleinregierung der CSU, 51% für eine „CSU-geführte Staatsregierung mit Koalitionspartner“, 21% für eine Koalitionsregierung ohne CSU, 6% ist das egal und 5% machten keine Angabe. Selbst von den zusammengeschmolzenen CSU-Wählern sind nur noch 39% für die Alleinregierung. Andererseits wollen nur 37% der SPD-Wähler eine Koalition ohne die CSU, aber 42% eine CSU-geführte Staatsregierung. Im öffentlich ausgetragenen Machtkampf in der CSU ist nur noch ein Fünftel der Bayern dafür, dass Horst Seehofer beide Ämter fortführt.

Auf die Frage: Ich lese Ihnen nun fünf Möglichkeiten zur Lösung der Führungsfrage innerhalb der CSU vor. Sagen Sie mir bitte, welche der Möglichkeiten Sie persönlich am besten finden“ sagen nur 21%, „Seehofer sollte vorerst in beiden Ämtern weitermachen“. 33% sagen, „Seehofer sollte den Parteivorsitz vorerst behalten, aber als Ministerpräsident sofort zurücktreten“. 26% sagen, „Seehofer solle beide Ämter sofort aufgeben“, 14% sagen „Seehofer sollte bis zur Landtagswahl Ministerpräsident bleiben, aber den Parteivorsitz sofort abgeben“ (6% k.A.).

Bei den CSU-Wählern ist das Bild ähnlich: 13% beide Ämter aufgeben 16% MP bleiben, 40% CSU-Chef bleiben 24% beides bleiben, 7% k.A.

Die Umfrage wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 Bayern“ durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefonbefragung mit 1006 Befragten im Befragungszeitraum 27. bis 29. November 2017.

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