EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber hat im Wahlkampf die Zahl seiner Anhänger vergrößern können: Auf die Frage: „Wird Manfred Weber im Falle seiner Wahl ein guter EU-Kommissionspräsident oder wird er kein guter Kommissionspräsident?“ sagen 53%, er werde ein guter Präsident, nur 34% glauben das nicht. Nicht nur 62% der CSU-Wähler stehen hinter Weber, auch 61% der SPD-Wähler und sogar 48% der AfD-Wähler.

Jetzt begrüßen bereits 64% Webers Nominierung zum EVP-Spitzenkandidaten (im Januar erst 56%).

Diese positiven Werte erreicht Weber, obwohl 62% mit der Arbeit der EU-Kommission unzufrieden sind, sogar 65% mit dem Europaparlament.

Unübersehbar profitiert Weber von einem gewissen „Bayern-Bonus“: Auf die Frage „Ist es für Ihre Wahlteilnahme und Ihre Wahlentscheidung bei der Europawahl wichtig, dass die EVP mit Manfred Weber einen bayerischen Spitzenkandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten nominiert hat oder spielt das für Sie keine Rolle?“ erklärten 38%, es sei für ihre Wahl wichtig, für 57% spielt es hingegen keine Rolle. Immerhin für die Hälfte der CSU-Wähler (50%) ist diese Frage wichtig. Aber auch für 48% der AfD- Wähler, 41% der Grünen und 38% der SPD-Anhänger.

Zugleich profitiert Weber davon, dass mit 53% jetzt wieder die Mehrheit der Bayern mit der Arbeit der Staatsregierung zufrieden ist. Im Januar waren es nur 41%. Schlechte Noten allerdings weiter für die Bundesregierung: Mit ihr sind 64% unzufrieden, mit Kanzlerin Merkel 53%. Seinen bisher besten Wert erzielt Markus Söder: 58% der Bayern sagen jetzt, er sei ein guter Ministerpräsident (im Januar erst 49%). Hohe Zustimmungswerte erreicht Söder jetzt auch im rot-grünen Lager: Auch 61% der Grünen und 50% der SPD-Wähler bewerten Söder positiv.

Überhaupt entscheidet sich ein großer Teil der Wähler auch bei der Europawahl eher nach der Landes- oder Bundespolitik. Auf die Frage: „Was spielt bei Ihnen persönlich im Hinblick auf die Frage, ob Sie zur Europawahl gehen und welche Partei Sie wählen alles in allem die größere Rolle: die Europapolitik oder bundes- bzw. landespolitische Gesichtspunkte?“ erklärten 47%, sie entscheiden nach der Europapolitik, 40% geben Bundes- und Landespolitik den Vorzug.

Juso-Chef Kühnert hat mit seinen Vorschlägen zur Kollektivierung großer Unternehmen und zur Beschränkung des Immobilienbesitzes wenig Anhänger: Nur 18% stimmen seinen Vorschlägen zu, 77% lehnen sie ab (auch 66% der SPD-Wähler).

Bei der Europawahl-Absicht gibt es bis auf den deutlichen Rückgang der AfD wenig Bewegung: Wäre am Sonntag Wahltag, käme die CSU auf 40%, die Grünen auf 18%, die AfD auf 10%, die SPD auf 12%, die FDP auf 6%, die Freien Wähler auf 5%, die Linke auf 3%, Sonstige auf 6%.

Allerdings ist die Unsicherheit der Wähler weiter sehr groß, was Aussagen über den Wahlausgang sehr schwer macht. An der Wahl beteiligen wollen sich nur 51%. Noch kleiner ist allerdings die Anzahl derjenigen, die sich an der Wahl beteiligen wollen und zugleich bereits sicher wissen, wen sie wählen: das sind bisher nur 24% und 54% sind entweder unsicher, ob sie zur Wahl gehen oder unsicher, wen sie wählen. Nur 22% sind sichere Nichtwähler.

Die Umfrage wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 BAYERN“ durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefonbefragung mit 1005 Befragten im Befragungszeitraum 2. bis 8. Mai 2019.

München, den 9.Mai 2019

Jürgen Hofmann

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