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So übersteht er die kalte Jahreszeit im Beet

Rosmarin überwintern: So pflegst du die Pflanze jetzt richtig

  • Aktualisiert: 25.01.2023
  • 11:31
  • Vera Motschmann
Mit einigen Tipps und Tricks kannst du ganz einfach Rosmarin überwintern.
Mit einigen Tipps und Tricks kannst du ganz einfach Rosmarin überwintern.© Getty Images

Winterzeit im Garten: Mit unseren Tipps übersteht dein Rosmarin im Beet die kalte Winterzeit und treibt im nächsten Frühjahr wieder aus. Im Sommer grünt der Rosmarin unkompliziert im Topf oder Beet und wir schneiden hin und wieder einen Zweig ab, um sein unvergleichliches Aroma zu genießen. Aber hält er im Winter auch Minusgrade aus? Was du tun kannst, um deinen Rosmarin im Freien überwintern zu lassen, wie du ihn vor Schnee schützt und ob du den Rosmarin in seiner Winterruhe gießen solltest, verraten wir hier!

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Ist Rosmarin winterhart?

Das mediterrane Würzkraut liebt Wärme und braucht viel Licht. Kälte und Temperaturen um den Gefrierpunkt mag der Rosmarin dagegen gar nicht. Zwar verträgt er einige Minusgrade, dennoch ist er in unseren Breiten nicht vollständig winterhart. Gerade, wenn du den Rosmarin draußen im Gartenbeet ausgepflanzt hast, solltest du ihn in den kalten Monaten entsprechend vor Frost schützen, damit er auch im nächsten Jahr wieder austreibt.

Tipp: Versuche es am besten mit den Rosmarin-Sorten "Veitshöchheim", "Arp" und „Blue Winter", die relativ winterhart sind. 

Du willst auch Paprika, Karotten und Co. ziehen? Oft lässt sich im Gemüsegarten schon im Frühjahr einiges erledigen, ansäen und sogar in die Erde setzen. Hier erfährst du, wann der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen deines Gemüses ist und welche Sorten im Spätwinter bereits reif für die Ernte sind

So machst du dein Beet winterfest

Da der wärmeliebende Rosmarin sehr frostempfindlich ist, muss er im Winter ausreichend geschützt werden. Einige Pflegemaßnahmen sollten beachtet werden: Vor dem Einwintern solltest du das Düngen einstellen. Außerdem Trockenstress vermeiden, indem du die Rosmarinpflanze nur ab und zu gießt. Das immergrüne Kraut hat auch in der Vegetationspause einen geringen Wasserbedarf. Den Wurzelbereich mit Laub und die Krone mit Tannenreisig oder Vlies bedecken. Beachte unbedingt dabei, dass der Boden durchlässig bleibt. Staunässe und zu feuchte Erde unbedingt vermeiden, da der Rosmarin hier sehr empfindlich reagiert und es schnell zu Wurzelfäule kommt.

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Auf einen Blick:

  • Den Boden mit Laub bedecken. Alternativ eigenen sich auch luft- und lichtdurchlässige Matten oder Vlies.
  • Die Pflanze mit Tannenreisig abdecken. Tipp: Ein kleines Metallgerüst über den Rosmarin aufstellen, welches mit Reisig bedeckt wird. So wird eine Schneelast von der Rosmarinpflanze vermieden.
  • Die Reisigdecke sollte dick genug sein, allerdings muss noch genügend Luftzirkulation möglich sein.
  • Ein sonniger Platz ist draußen der optimale Ort zum Überwintern. Idealerweise sollte er an einer geschützten Hauswand liegen.
  • Die Kombination aus dauerhaft gefrorenem Boden bei heiteren Sonnenwintertagen kann für die Rosmarinpflanze lebensbedrohlich werden. Die immergrüne Pflanze verdunstet dann Wasser und kann aufgrund des gefrorenen Bodens keines aus dem Boden nachgeziehen. Daran kann die Pflanze an Vertrocknung eingehen.

Tipp: Im Winter sollte Rosmarin nicht beerntet werden. Lege dir deshalb besser schon im Sommer einen Vorrat an Rosmarin für die kalten Monate an. Möchtest du auch im Winter mit frischen Kräutern würzen? Wir kennen 5 frische Kräuter, die du zu Hause anbauen kannst. Wie Ingwer, Nelken und Co. dir beim Abnehmen im Winter helfen können, verraten wir außerdem in unseren Tipps.

Alternative: Überwintern im Topf

In einem Blumentopf überwintert der Rosmarin am liebsten an einem hellen, kühlen Raum bei 4 bis 12 Grad Celsius. Idealer Standort ist zum Beispiel ein Treppenhaus, eine helle Garage oder Keller. Besonders junge Pflanzen sollten in hellen Innenräumen bei maximal 10 Grad Celsius überwintern.

Größere Kübel mit Rosmarin können im Winter auch im Freien stehen bleiben. Ein geschützter, sonniger Platz, beispielsweise an der Hauswand – idealerweise unter einem Dachvorsprung – oder auf dem Balkon, ist für den Rosmarin perfekt. Zur Wärmedämmung den Blumenkübel in einen Jutesack stellen, den du mit Zeitungspapier füllst. Die Luft zwischen dem Papier isoliert und schützt so die Wurzeln vor Frost. Alternativ den Kübel mit Noppenfolie umwickeln. Den Rosmarin mit Tannenreisig abdecken.

Wichtig: Den Topf nicht direkt auf den kalten Boden stellen, sondern eine Styroporplatte oder Holzscheiben unter den Topf legen. So kann die Kälte nicht von unten in den Kübel kriechen.

Übrigens: Ein Rosmarin-Topf kann auch in einer dunklen Garage überwintern. Dabei sollte die Temperaturen lediglich um den Gefrierpunkt liegen. Bei einer dunklen Überwinterung verliert der Rosmarin zwar meist alle Blätter, die er allerdings im nächsten Frühjahr neu austreiben wird.

Auf einen Blick:

  • Als Standort braucht der Rosmarin volle Sonne, selbst ein Platz im Halbschatten ist schon zu dunkel.
  • Den Pflanzenkübel gut isolieren und etwas erhöht auf Holzscheiben oder Styropor stellen. Das solltest du übrigens auch tun, wenn du Palmen richtig überwintern willst.
  • Rosmarinzweige vertragen keinen frostigen Wind. Als Windschutz kannst du einige Tannenzweige um den Rosmarin aufstellen.

Noch mehr zum Thema Pflanzen im Winter: Möchtest du wissen, du deine Balkonpflanzen oder deine Geranien, oder sogar Olivenbäume im Garten richtig überwinterst? Wir verraten dir außerdem, wie du Erdbeeren im Beet überwintern kannst, wie dein Garten im Herbst fit wird, wie du Blätter sinnvoll verwendest und Igel und Mäuse in deinem Garten überwintern können.

Die richtige Pflege im Winter

Ob im Keller, im Treppenhaus oder an der Hauswand: Den Rosmarin nicht düngen und nur so viel gießen, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Wird er zu viel gewässert, verfaulen die Wurzeln. Rosmarin, der in Innenräumen überwintert hat, kannst du im März wieder an einen geschützten Platz ins Freie stellen.

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Auf einen Blick:

  • Wenn dein Rosmarin im dunklen Kellerplatz überwintert, sollte die Temperatur etwa bei 10 Grad Celsius liegen. Hier die Pflanze etwa einmal pro Woche gießen.
  • Bei dieser Gelegenheit kannst du auch kontrollieren, ob sich Schädlinge eingenistet haben. Generell ist Rosmarin sehr robust gegen Schädlinge, aber im dunklen Winterquartier können sich Schildläuse oder Spinnmilben festsetzen. Das erkennst du an einem klebrigen Belag auf den Zweigen und am Boden um dem Topf.
  • Rosmarin kann gut trockene Zeiten überstehen, daher brauchst du ihn nur wenig zu gießen. Steht dein Rosmarin draußen im Topf, braucht er nur bei längerer Trockenheit etwas Wasser.
  • Staunässe unbedingt vermeiden. Die Wurzeln können faulen und der Rosmarin verkümmert. Je kühler das Winterquartier ist, umso weniger solltest du den Rosmarin gießen.

Badezusatz mit Rosmarin selber machen: Im Clip erfährst du, wie es richtig geht

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