Mehr zum Thema Farbbeutelattacken

Farbbeutel sind mit Farben gefüllte Wurfgeschosse, die meist auf Demonstrationen und Protestkundgebungen gegen politische Gegner, Polizisten, aber auch gegen Sachen oder Gebäude eingesetzt werden. Das wohl bekannteste politische Opfer einer Farbbeutelattacke ist Joschka Fischer. Aus Protest gegen den NATO-Einsatz im Kosovo, wurde der damalige Außenminister im Mai 1999 auf dem Sonderparteitag der Grünen mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Auch im Umfeld von Tierschutzorganisation kommen die farbigen Wurfgeschosse gern gegen Pelzhändler und Träger von Pelzmänteln zum Einsatz. Die dabei verwendeten Farben sind angeblich nicht auswaschbar und machen die Pelzmäntel damit unverkäuflich. Was die Bundeshauptstadt betrifft, geraten vor allem Gebäude unter Beschuss.

Seit 2008 wurde beispielsweise mehrfach das Luxuswohnprojekt „Carloft“ in Berlin-Kreuzberg zum Ziel von Farbbeutelattacken, da Kritiker das Projekt als Symbol für die Gentrifizierung des Kiezes ansehen, durch das Mieten und Lebenshaltungskosten steigen und ansässige Bevölkerungsschichten vertrieben werden. Anfang 2016 wurden Gebäude wie das Jobcenter Berlin Mitte und die Bundeszentrale der NPD in Berlin-Köpenik zum Ziel von Farbbeutelangriffen.

 

Hättest du es gewusst? Auf dem Abschlussfestival des sogenannten „The Color Run“, eines weltweit ausgetragenen 5 km-Laufs, der 2013 in 130 Städten durchgeführt wurde, werden ca. alle 15 Minuten Farbbeutel geworfen, um neueintreffende Läufer zu empfangen.

  • Farbbeutel sind mit Farben gefüllte Wurfgeschosse, die meist auf Demonstrationen und Protestkundgebungen gegen politische Gegner, Polizisten, aber auch gegen Sachen oder Gebäude eingesetzt werden
  • Das wohl bekannteste politische Opfer einer Farbbeutelattacke ist Joschka Fischer.
  • Der damalige Außenminister wurde im Mai 1999 auf dem Sonderparteitag der Grünen mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr
  • Auch im Umfeld von Tierschutzorganisation kommen die farbigen Wurfgeschosse gern gegen Pelzhändler und Träger von Pelzmänteln zum Einsatz, um Pelzmäntel unverkäuflich zu machen
  • Was die Bundeshauptstadt betrifft, geraten vor allem Gebäude unter Beschuss
  • Seit 2008 wurde beispielsweise mehrfach das Luxuswohnprojekt „Carloft“ in Berlin-Kreuzberg zum Ziel von Farbbeutelattacken, da Kritiker das Projekt als Symbol für die Gentrifizierung des Kiezes ansehen

Anfang 2016 wurden Gebäude wie das Jobcenter Berlin Mitte und die Bundeszentrale der NPD in Berlin-Köpenik zum Ziel von Farbbeutelangriffen