Mehr zum Thema Drogenschmuggel (im eigenen Körper)

Allein am Luftfahrt-Drehkreuz Frankfurt werden jährlich zwischen 20 und 100 sogenannte Body-Packer vom Zoll entlarvt. Die meisten transportieren in ihrem Körper hochreines Kokain. Dabei werden Personen, die illegale Drogen in speichel- und magensäureresistente Drogenpäckchen, sogenannte "Bodypacks", verpacken und schlucken, vom Zoll als „Schlucker" bzw. "Body-Packer" bezeichnet. Während die als "Schieber" bzw. "Body-Pusher" benannten Drogenkuriere sich mit Drogen gefüllte Behältnisse meist vaginal oder rektal einführen. Bei beiden Körperschmuggelformen besteht höchste Lebensgefahr. Denn wenn eines der Drogenpäckchen bzw. Behältnisse undicht ist oder platzt, werden die austretenden giftigen Wirkstoffe der Drogen über die Schleimhäute aufgenommen, gelangen in den Blutkreislauf und können in kürzester Zeit zum Tode führen – oftmals bleiben nicht mal 15 Minuten. Nachgewiesen wird die Körperschmuggelware in der Regel durch Röntgenaufnahmen des Bauchraums oder Ultraschall.

Hättest du es gewusst? Der erste „Schlucker“ in Deutschland soll Berichten zufolge 400g Kokain in seinem Körper geschmuggelt haben und 1983 am Flughafen Frankfurt aufgegriffen worden sein. Der bis jetzt traurige Rekord eines "Schluckers" liegt angeblich bei 319 Drogenpäckchen, mit einem Gesamtgewicht von 2,5 kg.