Weiterführende Informationen zum Thema Benzodiazepin

Benzodiazepine sind Beruhigungsmittel, die unter anderem eine angstlösende und schlaffördernde Wirkung entfalten. Doch sie versprechen auch Linderung bei etlichen anderen Beschwerden, so zum Beispiel bei Schlafstörungen, Depressionen, Panikattacken oder Krämpfen. Schnell ist das Medikament verschrieben und ebenso schnell geschluckt, dabei sind die Nebenwirkungen fatal, denn die Beruhigungsmittel machen süchtig. Schon nach der Einnahme über einige Wochen können beim Absetzen dieser Medikamente genau jene Symptome verstärkt auftreten, gegen die sie eigentlich wirken sollen: Angstzustände mit Panikattacken, Schweißausbrüche, Schlafstörungen. Doch Schätzungen zufolge erhalten mehr als 1,5 Millionen Deutsche Benzodiazepine über Monate oder gar Jahre. Die Zahl der Abhängigen in Deutschland wird auf 128.000 bis 1,6 Millionen geschätzt. Wohl auch ein Grund, warum Benzodiazepine weltweit als die Medikamente mit der höchsten Missbrauchsrate gelten.

Hättest du es gewusst?

Obwohl Benzodiazepinen gerade für ältere Menschen hochproblematisch sind und es mittlerweile Hinweise darauf gibt, dass der Konsum von Benzodiazepinen das Risiko einer Demenz erhöht, sind rund zwei Drittel aller Menschen, die Benzodiazepine verordnet bekommen, über 65 Jahre alt. Zudem treten bei über 60-Jährigen Nebenwirkungen durch Benzodiazepine im Schnitt viermal so oft auf wie bei jungen Menschen.

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