Auf Streife - Die Spezialisten
Sa 04.11.2017, 17:00

Blauer Wahnsinn

Aufregung in der Notaufnahme: Die Polizei wird gerufen, als ein Mann mit seinem Roller in das Gebäude fährt. Beim Urintest sind alle baff, denn sein Harn ist blau ... - Eine Mutter wird samt Kinderwagen auf einem Zebrastreifen überfahren. Schwebt ihr Baby in Lebensgefahr? - Und: Eine Frau stürzt in einem Mehrfamilien-Treppenhaus über das Skateboard der Nachbarskinder. Bei ihrer Untersuchung stellt der Arzt eine dramatische Diagnose.

Video zur Episode

Mehr zum Thema Schlaganfall

 

Der Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag) ist eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Sie hat zur Folge, dass die Gehirnzellen zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe erhalten, wodurch sie absterben. Ausfälle von Gehirnfunktionen können die Folge sein, wie zum Beispiel Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstörungen. Bei rascher Behandlung können sie sich manchmal wieder zurückbilden. In anderen Fällen bleiben sie dauerhaft bestehen. Ein schwerer Schlaganfall kann auch tödlich enden. Mediziner unterscheiden grundlegend zwei Arten von Schlaganfall: Am häufigsten kommt der ischämische Insult vor. Dieser tritt auf, wenn ein Blutgefäß im Gehirn plötzlich durch ein Blutgerinnsel verschlossen wird (Hirnthrombose oder Hirnembolie).

Im Gegensatz dazu führt in etwa jedem fünften Fall eines Schlaganfalls eine Hirnblutung zu einem sogenannten hämorrhagischen Insult. Etwa 200.000 erstmalige Schlaganfälle ereignen sich jedes Jahr in Deutschland. Innerhalb von vier Wochen sterben rund 20 % der Betroffenen, über 37 % innerhalb eines Jahres. Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen und die dritthäufigste Todesursache in Deutschland nach Herzerkrankungen und Krebsleiden. 70 % aller Schlaganfälle könnten durch eine vorbeugende Therapie verhindert werden. Schlaganfall tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Da deren Anteil in der Bevölkerung stetig zunimmt, wird auch die Anzahl der Schlaganfall-Patienten wahrscheinlich nach oben gehen, glauben Experten.

 

Hättest du es gewusst: Ein wichtiger Faktor für das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist der individuelle Lebensstil. Vor allem ein normaler Blutdruck, gute Blutzuckerwerte und Nikotin-Abstinenz zeigen einen positiven Effekt auf das Schlaganfallrisiko. Allein der gut eingestellte Blutdruck vermindert das Schlaganfallrisiko um 60 Prozent.

 

  • Etwa 15 Prozent aller Patienten sind Schätzungen der Deutschen Schlaganfall-Hilfe zufolge jünger als 45 Jahre.
  • Der Schlaganfall ist eine der folgenschwersten Erkrankungen und mit ca. 63.000 Todesfällen im

Jahr die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

  • Die Wahrscheinlichkeit, an einem Schlaganfall zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu. Etwa 80 Prozent aller Schlaganfälle treten bei Betroffenen jenseits des 60. Lebensjahres auf.
  • Im Jahr 2014 verunglückten rund 28.674 Kinder bei Verkehrsunfällen auf deutschen Straßen.
  • Im Jahr 2014 verunglückten 71 Kinder in Deutschland im Straßenverkehr tödlich.
  • Im Durchschnitt kam im Jahr 2014 alle 18 Minuten ein Kind im Alter von unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu Schaden.

Mehr Episoden im Episodenguide

Weitere beliebte Sendungen

Jetzt downloaden!