In Europa erinnern Hunderttausende Bunker an die Weltkriege. Allein in Nordrhein-Westfalen stehen heute noch hunderte Hoch- und Tiefbunkeranlagen, meist aus der Zeit der NS-Diktatur. Zu verdanken sind die unzähligen Stahlbetonbauten unter anderem Adolf Hitler, der bereits 1940 die Planung und den Bau von dutzenden Luftschutzbunkern im großen Stil befahl. Sein Plan, in kürzester Zeit genügend Schutzräume für Berlin und 60 weitere Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern hochzuziehen. Das sogenannte »Führer-Sofortprogramm« gilt seitdem als das größte zweckgebundene Bauprogramm in der Geschichte der Menschheit. Heute sind die meisten der alten Stahlbeton-Ungetüme Bundeseigentum und werden vom Bundesamt für Immobilienaufgaben verwaltet und verkauft. Hunderte der ehemaligen Schutzbauten wurden mittlerweile als Museum, Aquarium oder Lagerhaus für Kunst und Wein zweckentfremdet. Sie werden als Bioenergiewerk, Medienzentrum, Wohn- und Büroraum, ja sogar als Gotteshaus genutzt. Nach Angaben des Bundesamtes für Immobilienaufgaben wurden demnach allein in NRW 109 Hoch- und acht Tiefbunker an Städte, Privatleute oder Vereine verkauft.

Hättest du es gewusst? Bunker gab es in vielen verschiedenen Größen. Angefangen beim wohl kleinsten Schutzraum, dem standardisierten Einmannbunker, bis hin zu den größten Bunkerbauten die bis zu 50.000 Menschen Schutz boten.