Jährlich gehen bis zu 100.000 Anrufe mit Verdacht auf Vergiftungsunfälle von Kindern bei den bundesweit neun Giftinformationszentren ein. Allerdings bestätigen sich lediglich 20.000 Fälle davon. Schwere oder gar tödliche Vergiftungen mit Pflanzen im Kindesalter, kommen heutzutage nur noch äußerst selten vor. Zu den giftigsten einheimischen Gewächsen zählen der Eisenhut, Eiben und die Tollkirsche. Der Eisenhut gilt sogar als giftigste Pflanze Europas. Schon der Verzehr von wenigen Gramm der Pflanze kann für einen Erwachsenen tödlich sein. Aber auch 50 g Eibennadeln reichen aus, um einen Erwachsenen in Lebensgefahr zu bringen. Der Verzehr der Vogelbeere, wie auch der der Berberitze, ist trotz hartnäckigem Volksglauben nicht tödlich. Trotzdem kann die Aufnahme der Beeren von größeren Mengen zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.

Hättest du es gewusst? Hat ein Kind von den giftigen Beeren gekostet, empfiehlt es sich in kleinen Schlucken Wasser, Tee oder Saft zu trinken. Milch ist kein Gegengift sondern beschleunigt in vielen Fällen sogar die Giftaufnahme durch den Darm. Der auch für Köln zuständige Giftnotruf Bonn hat die Telefonnummer 0228 – 19240.